RTF, Radmarathon, Pässe und mehr

Radmarathon Lohne-Vechta

1-5 | 6-10 | 11-13

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Vechta 2004

Südoldenburger Radmarathon, unser ungeliebter

Wir stehen um 5:00 Uhr auf, frühstücken ausgiebig und machen uns um 6:00 Uhr auf den Weg nach Lohne. Der Start ist dort für 8:00 - 10:00 Uhr vorgesehen, so steht es jedenfalls im Breitensportkalender unter der Rubrik Radmarathon. Auf der Autobahn merke ich, wie sehr mir die Tour gestern in Gevelsberg zugesetzt hat. So lasse ich mich von Astrid beim Fahren abwechseln und schlafe noch ein Stündchen.

Um 8:00 Uhr sind wir am Startort. Das Räder abladen, Kette fetten usw. dauert auch noch ein wenig und um 8:25 Uhr gehen wir auf die Strecke. Die Tour haben wir als öde, öde und nochmals öde in Erinnerung, aber der 5 Punkte wegen, wagen wir es noch einmal hier. Gleich zu Beginn werden wir von einer wunderschönen, leicht hügeligen Strecke angenehm überrascht. Es sind zwar keine Berge, wo sollten sie auch her kommen, aber es geht leicht auf und ab bis zur ersten Kontrolle. Auch diese hatten wir so nicht in Erinnerung.

Unmittelbar am Dümmer See gelegen, lassen wir uns einen Gang über den Bootssteg nicht entgehen. Wir sind ja schließlich RadtouristInnen. Noch schöner wäre es gewesen, wenn die Kontrolle direkt am Wasser aufgebaut wäre. Bisher hatten wir unterwegs nur 2 Treckingradfahrer gesehen, die sich an unsere Hinterräder hängten. Hier an der der Kontrolle sehen wir auch den ersten Rennradler. Die Tour führt uns flach weiter bis wir bei Kilometer 39 vor einer richtigen Herausforderung stehen. Der Hügel der nun zu bewältigen ist, führt uns bis auf 130 Meter über NN. Schon wartet die zweite Kontrolle auf uns.

Wir berichten den HelferInnen wie gut uns die Streckenänderungen gefallen, aber kaum sind wir wieder auf der Strecke fängt das alte Spiel wieder an. Geradeaus und immer den weiten Horizont vor Augen geht's nun durch's Oldenburger Land. An der dritten Kontrolle in Sprede sind nun einige Radler mehr zu sehen. Zuerst dachten wir, wir hätten sie eingeholt, aber im nach hinein stellt sich heraus, dass sie schon von der 150er Runde kamen und zum 2. Mal an dieser Kontrolle sind. Auch müssen wir leider feststellen, dass der Start schon um 7:00 Uhr war und nicht wie im Breitensportkalender angegeben um 8. Auch der Hinweis eines Helfers, dass in der RTF-Rubrik die Zeit von 7-9:00 Uhr steht, hilft uns nicht weiter. Da wir fast nur Marathon fahren, schauen wir nun mal nicht bei den RTF's nach.

Um den Radmarathon zu fahren, müssen wir nun zuerst auf die 150er Schleife. Sie führt uns über eine kilometerlange Holperstrecke im großen Bogen wieder zu dieser Kontrolle. Für diese Schleife sollte sich der Veranstalter einmal eine Alternative ausdenken. Zum einen gibt es auf dieser Runde keine Kontrolle und zum anderen ist sie mehr als öde. Die Marathonschleife führt uns nach Nordosten und bietet durch ganz kleine, leichte Wellen ein wenig Abwechslung.

An der Marathonkontrolle ist schon alles eingepackt, aber es ist noch jemand da. Vor zwei Jahren war diese Kontrolle schon aufgelöst. Irgendwann sind wir zum dritten Mal in Sprede und auch die Letzten auf der Strecke. Der Helfer ist nun erlöst und kann die Kontrolle auflösen. Er hat eigentlich noch Glück, denn wir hätten ja auch erst um 10:00 Uhr starten können. Das letzte Teilstück ist das liebloseste der ganzen Tour. Auf viel befahrenen Straßen geht es die letzten 17 Kilometer nach Lohne zurück. Auch wenn wir nicht gerne den Radweg benutzen, wir haben schon übelste Situationen dort erlebt, bleibt uns hier nichts anderes übrig.

Wenn ununterbrochen die Autos mit bis zu 100 km/h an uns vorbei rauschen, ist man bei 190 gefahrenen Kilometern schon genervt. Nach 201 Kilometer erreichen wir das Ziel in Lohne. Auch hier ist schon alles abgebaut. Nur mit großer Mühe ist noch ein Becher Kaffee aufzutreiben. Fazit: Mit 41 MarathonfahrerInnen hat der Veranstalter eigentlich das was diese Tour verdient. Auch wenn der erste Teil der Tour angenehme Verbesserungen erfahren hat, bleibt die recht negative 150er Schleife (ohne Kontrolle, Leute schaut auf den Plan und ihr könnt euch die Schleife sparen) und die langen nicht so schönen Geradeauspassagen auf dem letzten Stück zurück in Erinnerung.

Angenehm fanden wir die 6 Euro Startgeld. Es gab dafür durchschnittliche RTF-Verpflegung. Aber was soll's, wir wollen ja Rad fahren. Auch das freundliche Helferteam sollte hier erwähnt werden. Wenn die Startzeit im Breitensportkalender korrekt angegeben wird, denken wir, kommt auch durch mehr RadlerInnen auf der Strecke ein wenig mehr Abwechslung in die Sache. So waren wir, bis auf den Anfang, ganz alleine auf der Strecke. Was sich natürlich auch nicht positiv bemerkbar macht. Die Ausschilderung war vorbildlich. Vorher ein Schild, in der Kurve 1 oder sogar 2 Schilder und eine Bestätigung.

 
 

Distanz:
213 km

Höhenmeter:
600 Meter


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