RTF, Radmarathon, Pässe und mehr

Radmarathon Köln Immendorf
 

1-5 | 6-10 | 11-15 | 16-20 | 21-25 | 26-30 | 31

01_2006_profil_mar_immendorf_195_km.GIF 2006_Mar_immendorf_Bild_ (01).JPG 2006_Mar_immendorf_Bild_ (02).JPG 2006_Mar_immendorf_Bild_ (03).JPG 2006_Mar_immendorf_Bild_ (04).JPG  

Radmarathon Condor-Flug Immendorf 2008

Ein Bericht von Stefan Schneider

 

Für 2008 hatte ich mir vorgenommen einen Radmarathon zu absolvieren.

Da ich meinen ersten Versuch beim Eifelmarathon Anfang Juni in Rodenkirchen durch technische Probleme, Defekt am Hinterrad, nach 135 km aufgeben musste, lag meine gesamte Hoffnung darauf nun Mitte Juli es beim Condor Flug in Köln Immendorf erneut versuchen zu können.

Die Vorbereitung war nicht so optimal wie vor dem Eifelmarathon da ich kurz vor dem Condor Flug noch 2 Wochen in Deutschlands flachster Gegend, in Schleswig Holstein, in Urlaub war. Aber da musste ich durch, denn auf den Urlaub wollte ich nicht verzichten, und das Bergtraining mit Wind zu simulieren.

Das Rad war diesmal optimal vorbereitet, sogar beim Werkzeug hatte ich aufgerüstet und es um einen Kettennieter und einen Speichenschlüssel (der fehlte beim Eifelmarathon) erweitert.

Die Wettervorhersage war nicht optimal, also Unterhemd, Ärmlinge angezogen und Regenjacke mit eingepackt.

Sonntagmorgens um 6 Uhr war alles im Auto verstaut und es konnte losgehen. Auf eine, sonst übliche, Sternfahrt (Anreise mit dem Rad) hatte ich heute verzichtet. Die geplanten 201 km waren mir heute mehr als ausreichend.

Um 6:30 Uhr eingetroffen, hatte ich noch Zeit satt und genug um nach dem Einchecken noch einen Kaffee zu trinken. Verabredet war mit Roadrunner66, Scheiber und Brulp vom Forum Rennrad-news das wir um 7 Uhr abfahren würden. Roadrunner66 und Scheiber waren auch schon früh da. Hotte und Geosch schlossen sich uns auch noch an, so dass wir mit 6 Fahrern starten würden. Wie lange ich mit dieser Gruppe mithalten können würde, wusste ich nicht. Wahrscheinlich würde am ersten Anstieg damit Ende sein.

Um Punkt 7 Uhr waren wir dann auch Vollzählig und konnten los.

Die Jungs hatten sich anscheinend viel vorgenommen und gaben direkt ordentlich Gas. Ich hatte mir eigentlich gedacht mit einem Puls von max. 150 bis in die Eifel rein zu fahren. So war ich aber schon vor dem RheinErft-Kreis auf über 170. Also kam es, wie es kommen musste, und hinter Wesseling nach gut 10 km konnte ich das Tempo der Gruppe nicht mehr halten und ich musste meinen Weg alleine fortsetzen.

An den ersten beiden Kontrollen hatte ich mich nur recht kurz aufgehalten. Ich wollte nicht durch zu lange Pausen meine Ankunft im Ziel innerhalb der Kontrollzeit in Gefahr bringen.

Kurz vor der dritten Kontrolle bin ich dann zu einer kleinen Vierergruppe dazugestossen und kam auch mal wieder in den Genuss von etwas Windschatten und Unterhaltung. So war das Fahren nicht ganz so eintönig.

Bei der dritten Kontrolle ist dann die Pause ein klein wenig üppiger ausgefallen. Irgendwann brauch man so was ja mal. Schließlich lagen jetzt schon genau 100 km hinter mir und etwas mehr vor mir.

Das Fahren mit der aktuellen Gruppe war ganz angenehm, aber doch leider im Anstieg hinter Reifferscheid leider auch wieder beendet. Da ich dort das Tempo bergauf mal wieder nicht halten konnte.

Ich hatte es aber gerade eben noch bis zu Kontrolle in Rinnen geschafft. Dort gab es dann zum Glück die ersehnte Hauptverpflegung mit Nudelsalat, Frikadellen, Brötchen, Milchreis usw. An Getränken war Kaffee, Cola, Wasser uvm. im Angebot. Diesmal hatte ich mir auch eine ganze Viertelstunde als Rast gegönnt um wieder etwas zur Luft zu kommen.

Die Vier hatten dort sogar auf mich gewartet und so bin ich nach dieser Rast zumindest ein Stück wieder in guter Gesellschaft gewesen. Allerdings sollten noch weitere kräftige Anstiege kommen und danach war ich wieder alleine auf mich gestellt.

In Bleibuir hatte ich dann auch noch einen Pfeil übersehen und bin ca. 2 km in die verkehrte Richtung, inklusive eines Anstieges von rund 35 hm geradelt.

Zu diesem Zeitpunkt hatte ich mein größtes Tief auf der Tour. Bedingt durch den Irrweg war ich nun überzeugt das Ziel nicht mehr vor Kontrollschluss zu erreichen. Wäre da jetzt ein Bahnhof in der Nähe gewesen, ich weiß nicht was passiert wäre.

Da es jetzt aber fast nur noch Bergab ging lief es dann aber auf schnell wieder. Ich hatte ordentlich Fahrt drauf und erreichte auch bald die 5. Kontrollstelle. Hier standen noch 2 andere Fahrer so hatte ich doch wieder ein wenig Hoffnung.

Um nicht noch mehr Zeit zu verlieren verzichtete ich auf jede Verpflegung und holte nur den Stempel und fuhr direkt weiter. Die beiden anderen standen dort noch.

Kurz nach der Weiterfahrt überholte ich auch noch zwei weitere Teilnehmer. Jetzt war ich mir sogar sicher nicht als letzter ins Ziel zu kommen.

Und genau das gelang mir auch um kurz nach 17 Uhr. Knapp 30 Minuten vor Kontrollschluss.

Die anderen aus meiner Startgruppe waren natürlich nicht mehr da. Aber die Vierergruppe saß noch in der nähe der Kuchentheke.

Ich für meinen Teil war unheimlich Happy aus eigener Kraft angekommen zu sein und wollte jetzt auch nur noch nach Hause.

Das war mein erster Marathon.

__________________
Sportliche Grüße

Stefan
(Coloni)

 

 

RM 12.Condor-Marathon 2007

Bericht von Axel Noll/ (Virenque)

 

nach ein paar stündchen schlaf war die nacht um 4:00 schon wieder beendet. warum wird in köln-immendorf wieder mitten in der nacht gestartet? na ja, man gewöhnt sich (fast) an alles...
in dem verschlafenen dorf angekommen empfängt mich eine für diese uhrzeit unglaubliche geschäftigkeit in der turnhalle. an der nummernausgabe war noch keine lange warteschlange und ich konnte mich schnell anmelden. der marathon gehört zur "nrw-challange". 10/12€ für mitglieder/trimmfahrer .
jetzt erst mal einen kaffee zum wach werden.
was mir positiv auffiel: der boden in der halle war mit radschuhfreundlichen matten ausgelegt.
um 6:30 ging der marathon-tross pünktlich auf die strecke.
die ersten kilometer fuhr ich langsam und liess die schnellen gruppen ziehen. nach der ausgedehnten trainingsfahrt gestern wollte ich ich erst mal sehen was meine beine heute morgen so dazu sagen würden.
zuerst ging es an den unwirklich anmutenden chemiewerken vorbei die zu dieser frühen morgenstunde irgendwie einen "bedrohlichen" eindruck auf mich machten.
dann war da ein erstes bekanntes gesicht aus lünen mit dem ich die ersten worte des tages wechselte und mit dem ich zusammen zur ersten steigung fuhr.
an unseren hinterrädern bildete sich eine grosse gruppe die an der einzigen steilen rampe des tages wieder auseinanderbrach. dieses spiel sollte sich heute mehrmals wiederholen. irgendwann hatte ich davon die nase voll und versuchte zumindest in dem hügeligen teil der strecke meinen eigenen rythmus zu finden.
an der ersten kontrolle hielt ich micht nicht lange auf und liess nur meine karte abstempeln. hier sah ich axel und frank. mit frank fuhr ich gemeinsam weiter.
bald überholte uns eine grössere gruppe der ich mich anschloss um zur 2.kontrolle zu gelangen. die strassen stiegen permanent an und man spürte, das es immer weiter in die eifel ging. wir wurden mit wunderschönen weitblicken und (noch) sonnigen wetter belohnt.
die zweite kontrolle ist mitten auf einem kornfeld und einige bänke luden zum sitzen in der sonne ein, wenn diese nicht mit vielen rennrädern "zugeparkt" gewesen wären.
die folgenden anstiege liessen sich sehr schön fahren. es waren nie steilere rampen dabei und daher lässt sich dieser marathon so ungemein rythmisch fahren. ausserdem hatte ich die ganze zeit im hinterkopf, dass der zweite teil der tour praktisch "nur" noch aus einer langen flachen abfahrt bestand. deswegen gönnte ich mir den spass um in den längeren anstiegen auch mal etwas mehr gas zu geben.
die nächste kontrolle an einer feuerwehr erreichte ich dadurch wieder alleine. hier traf ich wieder auf das pärchen aus gelsenkirchen-buer, mit denen ich schon in rees zusammen gefahren war.
einige zeit blieb ich in ihrer gruppe aber ich sah schnell, dass die frau probleme an den steigungen hatte. also machte ich mich wieder alleine auf den weg und fuhr zügig zur marathonverpflegung.
hier gab es wieder reichlich joghurts, weingummi, salzige party-würstchen, belegte brötchen und viele andere leckere sachen zu futtern. ich gönnte mir eine cola.
da das warten auf irgendwelche gruppen heute nicht zu lohnen schien, fuhr ich wieder alleine weiter.
auf dem folgenden abschnitt wechselten sich längere abfahrten mit mit immer kürzeren steigung regelmässig ab. so langsam ging es wieder aus der eifel heraus.
irgendwo hier habe ich dann einen pfeil übersehen. ich will jetzt nicht den veranstalter dafür verantwortlich machen, aber die pfeile gehören sicherlich nicht zu den deutlichsten oder auffälligsten die ich auf rtf's und marathons schon gesehen habe. es war meine schuld, ich hatte wohl in meinem trott geträumt und das mit einer weiteren steigung und 10km umweg bezahlt.
als ich die falsche strecke wieder zurückfuhr kamen mir zwei teilnehmer entgegen die wohl auch geträumt hatten?!
an einer kirche sah ich gerade noch, wie walter aus kettwig rechts abbog. also hier habe den pfeil übersehen! ärgerlich...
mit walter fuhr ich bei sehr starkem rückenwind das stetig abfallende gelände zur vorletzten kontrolle. ich hatte noch die hoffnung meine "alten" gruppen wieder einzuholen.
danach fuhr ich mit zwei radfahrer weiter die das abwechseln in der gruppe wohl nicht erfunden haben! der kollege aus moers meinte jedesmal anzutreten zu müssen wenn er an der reihe war um in die führungsarbeit zu übernehmen. das hat der sich ablösende zweite sportskollege zweimal überlebt bis er es schliesslich nicht mehr schaffte zurück an mein hinterrad in den windschatten zu kommen.
da der moerser die gruppe dadurch gesprengt hatte wollte ich es ihm heimzahlen!
an einer autobahnbrücke gab er die führung ab und diesmal trat ICH an um in die führung zu gehen. ich hätte nicht gedacht, das es so einfach sein würde ;) plötzlich stand er allein im wind...
an der letzten kontrolle sah ich tatsächlich wieder einige leutchen aus "meinen" ersten gruppen.
mit denen fuhr ich die letzten kilometer zum ziel zurück. einige teilnehmer von den kürzeren strecken unterstüzten uns in der tempoarbeit.
trockene strassen wechselten mit nassen strassen ab. aber ich hatte glück und ich bekam nie wasser von oben ab. so war mein rad dreckig aber ich wenigstens trocken, als ich das ziel nach 7std und 210km erreichte.
dort gab es nur noch restbestände vom kuchen. aber ausreichend kaffee, kola, würstchen und sogar alkohol in form von bier!!
na ja, was die kölner halt so "bier" nennen... ;)


http://www.tsv-immendorf1968.de.vu/


virenques blog

Köln Immendorf 2006

Radmarathon Condor Flug  (Hermann)

Ich weiß nicht zum wievielten Mal ich nun schon hier in Immendorf am Start bin, aber immer freue ich mich schon vorher auf diese Veranstaltung. Wir sind von unserer Forumstour in der Eifel weiter nach Immendorf gefahren. Schon beim Anblick der beiden Wohnmobile, Tanja und Uwe begleiten uns, werden wir von den freundlichen Immendorfern auf die guten Standplätze auf dem gegenüberliegendem Gelände hingewiesen.  

Kaum haben wir die Wohnmobile abgestellt, kommt auch schon Hubert Fohrn herbeigeeilt und lädt uns zu einem Bier und Imbiss am Startort ein. Wir nehmen das Angebot gerne an und lernen so den einen und anderen Helfer der Veranstaltung kennen. Auf diesem Wege möchte ich mich an dieser Stelle noch einmal, auch im Namen von Tanja und Uwe, für die freundliche Aufnahme bedanken.

Wir starten wie fast immer ein wenig später. Frank, Peter und Gabi sind außer Tanja, Uwe und uns, auch mit dabei. Auch Siggi sehen wir am Start. Er ist schon von Leverkusen mit dem Rad angereist. Eine Zeitlang fährt er mit Peter vor der Gruppe. Randonneure haben sich immer etwas zu erzählen, dann enteilt uns Siggi aber, mit der Hoffnung auf schnellere Radler zu treffen.

Wir fahren mit einem für mich zügigen Tempo weiter. Irgendwann läuft unsere Gruppe auf ein größeres Fahrerfeld aus Siegburg auf. Nun wird das Tempo, wir bleiben bis zur Kontrolle dahinter, auch für mich angenehm. An der Kontrolle verweilen die Siegburger etwas länger und so sind wir mit unserer kleinen Gruppe wieder alleine unterwegs. Von hinten schließt sich uns nun eine kleine Abordnung von den Radsportfreunden aus Bochum an.

Dabei lerne ich auch Jörg, er ist ja auch hier im Forum, kennen. Er erzählt mir, dass sein Verein unsere 100 km Runde im Niederbergischen mit den 2000 Höhenmetern, wir sind sie ja am 31.10 und 1.11.2005 als Forumsrunde gefahren, gemeinsam abgeradelt sind. In Schmidtheim, an einem Anstieg, bleibe ich stehen und mache ein paar Bilder.

Es kommen aber nicht viele Radler und es soll sich doch gelohnt haben stehen zu bleiben. Also warte ich noch länger. Leider überziehe ich ein wenig das Tempo bei meiner Aufholjagd zu den Anderen und fahre mich in ein Leistungsloch hinein. Nichts geht mehr und auch meine Blase meldet sich, um entleert zu werden. Aus den Augenwinkel sehe ich wie Astrid die Straße hinab kommt. Ich kann sie gerade noch auf mich aufmerksam machen. Sie hat sich gewundert wo ich bleibe und ist mir entgegen gekommen.

An der Kontrolle in Rescheid haben die anderen Forumer auf mich gewartet. Es ist ihnen bestimmt ein wenig langweilig geworden. Gemeinsam geht es weiter. Immer wieder, sie sind ein wenig unterfordert, setzen sich Frank und Uwe von uns anderen ab. Oben geben sie uns aber immer wieder die Gelegenheit aufzuschließen. Auch Bergfloh macht diese Ausreißspielchen mit und wundert sich nach der 4. Kontrolle wie gut die Frauen drauf sind. Das eine ums andere Mal gelingt es vor allen Dingen Tanja, uns wegzufahren.

In Rinnen verweilen wir an der Kontrolle fast 20 Minuten. Die Verpflegung ist hier, wie schon in den vergangenen Jahren, sehr vielfältig. Wir verweilen hier fast 20 Minuten. Auch auf der Weiterfahrt wird, vor allem durch Tanja initiiert, der eine oder andere Sprint ausgefahren.
Immer wieder sammelt sich die kleine Gruppe nach solchen Aktionen wieder. 

Ab Frauenberg, wir befinden uns kurz nach der 4. Kontrolle, gibt es wegen Bauarbeiten an dem Bahnübergang in Großvernich, eine Streckenänderung. In Oberwichterich biegen wir rechts ab und fahren nördlich an Euskirchen vorbei nach Grossbüllesheim. Nach Müggenhausen kommen wir kurz darauf wieder auf die alte Marathonstrecke.

Durch die Streckenänderung ist die Tour in diesem Jahr 7 Kilometer kürzer. Die letzte Kontrolle ist nun schnell erreicht und der Wasserschlauch, der an dem Leiterwagen hängt, kommt mir gerade richtig. Das kühle Wasser tut meinen Füßen so richtig gut. Peter kann seinen Kopf gar nicht genug damit kühlen.
Wir laufen noch auf Werner aus Dortmund auf und kommen mit ihm ins Ziel.

Fazit:
Was soll ich noch schreiben, perfekte Organisation, perfekte Ausschilderung, (obwohl nach Veranstalterauskunft einige Schilder verdreht wurden) marathongerechte Verpflegung und ein sehr freundliches Helferteam. Ach ja, die leckeren Frikadellen im Ziel hätte ich fast vergessen.

 

Distanz:
195 km

Höhenmeter:
1600 Meter


Streckenplan

weiter unten

bei dem Bericht von

2005


<
RM Immendorf 2006 auf einer größeren Karte anzeigen

 

 

Köln Immendorf 2005

 Immendorfer Radmarathon (Hermann)


Zusammen mit meinen Vereinskollegen Jose fahre ich nach Köln Immendorf. Leider habe ich eine falsche Startzeit in Erinnerung und so sind wir erst kurz vor 7:00 Uhr dort. Ich trinke noch gemütlich eine Tasse Kaffe in der Annahme, dass erst um 7:00 Uhr Start ist. Obwohl, ich wundere mich schon, dass bei den vielen Autos auf dem Parkplatz, so wenige RTFlerInnen zu sehen sind. Erst Vera und Axel machen mich auf meinen Gedankenfehler aufmerksam, mit der Frage:" Wollt ihr das Feld von hinten aufrollen?".  "Welches Feld?" denke ich so und gleichzeitig fällt es mir wie Schuppen von den Augen: alle sind schon unterwegs. 

Es ist 7:10 Uhr als wir auf die Strecke kommen, 40 Minuten nach dem Feld. So ein Mist. Trotz allem kommen immer wieder kleine Gruppen von hinten. Wir hängen uns schon mal für eine Weile dran, doch alle sind mir zu schnell. Jose ist zwar nicht damit einverstanden, doch er bleibt bei mir und wir fahren unser eigenes Tempo. Er erklärt mir noch, dass es bedeutend einfacher ist mit einer Gruppe zu fahren, doch nach meinen Erfahrungen kann man damit auch viel verkehrt machen. Gerade wenn die Gruppe zu schnell ist, schon eine kurze Zeit im roten Bereich und die nächste Stunde quält man sich herum.

Es ist nach Rees sein zweiter Radmarathon und ich habe die Befürchtung das er sich mit der Distanz, kombiniert mit den 1700 Höhenmetern, übernimmt. An den Anstiegen entpuppt sich Jose als reiner Bergfloh. Mit hoher Trittfrequenz entfernt er sich schnell von mir. Na ja, ich lege keinen Wert auf Wetteifern und lasse ihn fahren. Leider gleicht er seine schnelle Bergfahrerei mit, für mich ungewohnten, langen Pausen aus. Soviel Standzeiten habe ich sonst noch nicht einmal bei 2 Radmarathon's zusammen. Jedes mal komme ich nach den Kontrollen schlecht wieder in Fahrt.

Unterwegs laufen wir auch auf Manfred aus Grünstadt auf. Er ist am Vortag einen Radmarathon im geschlossenen Verband im Odenwald gefahren und hat sich dabei total verausgabt.  Wir lassen ihn sein Tempo weiter fahren und genießen auf dem nächsten Teilstück die verkehrsarmen Straßen.  An der Marathonkontrolle treffen wir auch auf Vier weitere Herner Radsportler. Frederike, Ingo, Peter und Gerd ruhen sich hier in der Marathonpause aus und stärken sich für den Rest der Strecke.

Die Abfahrt nach der Marathonkontrolle bereitet an deren Ende, Jose die größten Probleme. Da das Ende nicht einsehbar ist, bremst er viel zu spät und kommt an der Querstraße (L204) in Sötenich, nur mit Mühe zum stehen. Hier sollte der Veranstalter vielleicht vor der Biegung schon ein Schild mit dem Hinweis auf die Gefahrenquelle anbringen.

Bis zur letzten Kontrolle fahren wir mit flottem Tempo, aber ich merke, es wird Jose nun zu schnell. So schließen wir uns einer kleinen Gruppe an und fahren mit gemächlicher Geschwindigkeit das letzte Teilstück bis ins Ziel. Hier treffen wir noch viele Bekannte und sitzen ein wenig zusammen. 

Fazit:
Wie schon in den vergangenen Jahren muss ich immer wieder feststellen, das hier ein Veranstalter einen Radmarathon ausrichtet, der sein Handwerk versteht. Die Richtungsschilder sind zwar ein wenig klein, doch auch vom weiten schon gut erkennbar. Das liegt bestimmt an der dreieckigen Form. 

 

Köln Immendorf 2004 (Hermann)

Heute heißt es wieder einmal früh aufstehen. Um 4:00 Uhr ist die Nacht zu Ende und wir fahren mit dem Kombi nach Köln. Hier im Stadtteil Immendorf startet der Radmarathon, der zur NRW Challenge gehört. Schon an der Autobahnabfahrt werden wir von 4 !!! Richtungsschildern empfangen. Der neue Startort ist schnell gefunden, denn an jeder Abzweigung sind zudem noch Einweiser postiert Eine riesige Wiese ist zu einem perfekten Parkplatz umfunktioniert worden.

Parkreihe für Parkreihe ist mit reichlich Flatterband gekennzeichnet. Das frisch geschnittene Gras ist vom nächtlichen Regen noch nass und stellt so keine Gefahr dar, eventuell durch heiße Katalysatoren entzündet zu werden. Die Anmeldeformalitäten verlaufen reibungslos. Viele bekannte Gesichter treffen wir hier an.

Am Start hat sich der größte Teil der 323 MarathonfahrerInnen eingefunden, die pünktlich um 6:30 Uhr auf die Strecke gehen. Die Tour führt und auf der B... aus der Stadt hinaus. Dieses flache Teilstück kommt wohl allen recht und ist gut zum Einrollen.

Wir schließen uns einer größeren Gruppe an und mit 40 RadlerInnen fahren wir auf die Eifel zu. Leider kommt Astrid mal wieder nicht so recht in Tritt und sie lässt reißen. Naja, bis zum ersten Anstieg, er kommt nach ca. 17 km, werde ich mitfahren und dort auf der Höhe, Bilder von den nachfolgenden FahrerInnen machen und auf Astrid warten.

Der erste Anstieg (max. 13%), die Gruppe ist auf 60 FahrerInnen angewachsen, zeigt schonungslos die Schwächen einiger auf. Nach dem das erste Steilstück von vielen noch gut geschafft wurde, tauchen nach dem folgenden kurzen Flachstück bei vielen die ersten Probleme auf. Aber das Ganze ist nicht all zu lang und der erste Anstieg ist geschafft.

Astrid kommt auch und zusammen fahren wir weiter. In der Nähe von Rheinbach ist bei Km 38 die erste Kontrolle aufgebaut, hier treffen wir Brigitte. Wir bleiben, wie immer nicht lange und machen uns auf die Weiterfahrt. Die Strecke steigt ganz allmählich an, ohne dabei schwer zu werden. Die Straßen sind alle sehr wenig befahren und das Radfahren macht so richtig Spaß. Immer wieder tauchen vor uns Bekannte auf und ein Schwätzchen ist eine gute Abwechselung. An der 2. Kontrolle, sie ist bei Nettersheim nach 78 km, haben wir ca. 770 Höhenmeter geschafft.

Hier treffen wir auch auf die Herner TeilnehmerInnen. Gerd sieht schon ganz schön geschafft aus. Leider verliere ich beim Fotografieren an der Strecke immer 4-5 Minuten auf Astrid und das ständige Hinterherfahren setzt mir heftig zu. Bei Schnorrenberg haben wir den höchsten Punkt der Tour, mit 665 m über NN erreicht. Kurz danach werden wir mit Getränke versorgt (K3). Nach einer schönen Abfahrt, komme ich, zum 3. Mal heute, an die Herner Truppe vorbei. Da Astrid noch weit vor mir ist, halte ich mich nicht auf und fahre zügig vorbei.

Nach einiger Zeit laufe ich auf  Carsten Ortel von der RSG Herne auf, er hängt sich sofort hinten dran und zusammen fahren wir den Anstieg hoch. Kurzzeitig werden hier 12,5 % Steigung erreicht. Als er in die Führung geht, kann ich seinem Tempo nicht folgen und muss abreißen lassen. Er nimmt das Tempo raus und zusammen kommen wir oben an. Hier wartet er auf die restlichen HernerInnen und ich fahre alleine weiter.

Die 4. Kontrolle, bei Rinnen, ist wunderschön an einem Sportplatz gelegen und es gibt alles was das RadlerInnenherz begehrt. Astrid hat für mich schon den richtigen Milchreis reserviert. Wieder auf der Strecke geht es nun in eine Abfahrt und im Gegenanstieg sind noch einmal 80 Höhenmeter zu überwinden. Langsam aber sicher sind wir nun im Abstieg zur Rheinebene, trotzdem haben wir immer wieder kleine Bodenwellen vor uns.

Die sind aber allesamt kein Problem mehr.  Nach 152 Kilometern kommen wir zur 5. und damit vorletzten Kontrolle. Auf dem nun folgenden Teilstück, es geht ständig leicht bergab, wird der Schnitt nach oben getrieben. Astrid hält sich im Windschatten ganz gut und muss ab und zu auch in die Führung, so kann ich auch mal Luft holen kann. Auch die letzte Kontrolle bei Km 181 ist schnell erreicht. Ein, zwei Wellen überwinden wir noch und wir kommen zum Kölner Ortseingang. Hier hat der Veranstalter ein neues Teilstück eingebaut. Zur Sicherheit sehen wir nun an fast jedem Abzweig einige HelferInnen die uns den richtigen Weg weisen.

 

Fazit:

Schon zum 3. Mal fahren wir den Immendorfer Radmarathon und immer haben wir den Eindruck, dass wir an einer perfekt organisierten Veranstaltung teilnehmen. Auf wenig befahrenen Straßen und reichlich Verpflegung an den Kontrollen erleben wir so einen, zudem gut ausgeschilderten Radmarathon. Die flache Ein- und Ausrollphase der Tour kommt den Beinen sehr entgegen.
Das ganze zu einem Startpreis von 10 Euro. Auch bei vielem Nachdenken fällt uns nichts ein, was zu verbessern wäre. Also weiter so. An dieser Veranstaltung können sich viele andere Vereine in jeder Beziehung ein Beispiel nehmen.

Streckenplan
Immendorf
Wesseling
Urfeld
Waldorf
Heimerzheim
Dünstekoven
Morenhoven
Peppenhoven
Oberdrees
K 1
Palmersheim
Flamersheim
Kirchheim
Arloff
Kalkar
Antweiler
Satzvey
Kommern-Süd
Mechernich
Breitenbenden
Vussem
Dreimühlen
Weyer
Zingsheim
Nettersheim
K 2
Marmagen
Schmidtheim
Flugplatz Dahlemer-Binz
Schnorrenberg
Schwalenbach
Rescheid
K 3
Hönningen
Reifferscheid
Wiesen
Manscheid
Wildenburg
Benenberg
Diefenbach
Steinfelderheistert
K 4 Rinnen
Sötenich
Urft
Keldenich
Dottel
Kallmuth
Scheven
Wallenthal
Voissel
Wielspütz
Bleibuir
Glehn
Eicks
Floisdorf
Schwerfen
K 5 Enzen
Dürscheven
Frauenberg
Oberwichterich
Niederberg
Friesheim
Kleinvernich
Grossvernich
K 6 Metternich
Hemmerich
Merten
Sechtem
Wesseling
Berzdorf
Meschenich
Immendorf

 

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