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Radmarathon Grünberg
 

1-5 | 6-10 | 11-15 | 16-20 | 21-22

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Grünberg 2006

Unser Start in Grünberg hat eine kleine Vorgeschichte. Eigentlich waren wir am Samstag auf dem Weg nach Eslohe. Hier wollten wir, nach dem wir mehrere Jahre dort nicht mehr waren, den Hochsauerland-Klassiker fahren. Aber schon auf der Anfahrt haben wir in Arnsberg Land unter. Trotz der heftigen Regenfälle fahren wir weiter zum Startort.

Kurz vor dem Start, hören wir noch einmal den Wetterbericht und er sagt fürs Sauerland nichts Gutes voraus. Wir wollen fahren, aber dabei auch trocken bleiben. Kurzer Hand planen wir um und fahren ins hessische Grünberg. Der Grünberger Radmarathon gehört in diesem Jahr zum Hessen-Cup und in dieser Gegend haben wir in der Vergangenheit schon viele schöne Touren erlebt. Kaum auf der Sauerlandlinie, scheint auch schon die Sonne.

Als wir in Grünberg eintreffen ist auch Jan aus Rotterdam dort. Er ist in der vergangenen Woche den Dolomiten Radmarathon gefahren und hat die letzte Woche in dieser Gegend verbracht. Gemeinsam machen wir noch eine 80er Runde, natürlich über den Hohenrodskopf. Am Abend trifft auch V8 ein. Er erzählt uns, dass es in Eslohe nur am Anfang ein wenig geregnet hat. Tja, so'n Pech auch. Wir verbummeln morgens den Start und gehen wohl als Letzte auf die Strecke.

Die Tour führt uns, zu so früher Stunde, auf autofreien Straßen durch Grünberg hinaus nach Westen. Nach 5 Kilometern kommen wir durch Queckborn. Diese ersten Kilometer sind flach, bzw. führen sogar etwas abwärts. Erst nachdem wir Ettingshausen durchfahren, steigt die Strecke nach Harbach an. Es ist noch kühl so früh und ich habe mir die Windweste und Armlinge angezogen. Die nächsten Kilometer, sie führen über Hattenrod, Burkardsfelden nach Oppenrod, sind flach.

Auf dem Radweg, kurz nach Oppenrod, übersehen wir ein Richtungsschild und merken dies erst, als uns andere Radler entgegen kommen. Auch ihnen ist das Mißgeschick passiert. Vielleicht war das Schild auch ein wenig zu tief und von der Wiese verdeckt. So haben wir 2 Kilometer mehr auf dem Tacho. Ab Grossen-Buseck sind aber schon einmal 50 Höhenmeter, bis zur Überquerung der Autobahnbrücke A5, zu erklimmen. Es geht weiter nach Beuren und in Bersrod erwartet uns die erste Kontrolle. Die Strecke führt nun leicht ansteigend, an der A5 entlang nach Reinhardshain.

Es sind immer wieder Wellen zu fahren. Nach den Örtchen Beltershain und Lumda kommen wir wieder über die A5 und die Strecke steigt bis nach Weitershain um 100 Meter. Kurz vor Burg-Gemünden, hier ist die 2. und 4. Kontrolle, kommen wir schon, ich weiß nicht zum wievielten Mal über die Autobahn. An der Kontrolle sind auch Jan und V8. Wir fahren vor ihnen los, sie holen uns aber bald schon ein. In Nieder-Gemünden wird es an der Streckenteilung ein wenig kompliziert.

Die Richtungsschilder sind in einer grünen Leuchtfarbe gehalten und besonders gut schon zu sehen und verdienen sich ein besonderes Lob. Wenn sie auch noch rechteckig wären, könnte man auch die Richtung schon von weitem erkennen. Zwischen Rülfenrod und Ehringshausen ist die Tour wohl gegenläufig. Und wir haben ein wenig Schwierigkeiten uns zu orientieren. Am Abzweig in Ehringhausen fehlt zudem ein Hinweis auf die Marathonstrecke. Macht nichts, fahren wir halt den 155er Schildern nach. Es stellt sich als richtig heraus. Die Tour führt uns weiter in nördlicher Richtung, wieder einmal über die A5 nach Ober-Gleen. Die Landschaft ist wellig und auf den kleinen, guten Straßen genießen wir eine schöne Tour. Über Zell und Angenrod geht es zum Antriftsee.

Der Radmarathon führt uns immer weiter nach Norden. Erst in Bernsburg ändert sich die Fahrtrichtung und es geht wieder nach Süden. Schon im nächsten Ort, es ist Arnsheim, ist die 3. Kontrolle. Die Kontrolle ist gut ausgesucht, denn wir haben bis hier hin eine Höhe von fast 360 Meter über NN erreicht. Es geht aber auf der kleinen Straße noch weiter bergan und nach weiteren 2 Kilometern sind wir fast 400 Meter hoch. Nach Kirtdorf kommen wir ins Gleental dem wir bis Lehrbach folgen. Über Homberg (Ohm) geht es bergab nach Gemünden und wir kommen zur 4. Verpflegungsstelle an der wir vor der Marathonschleife ja schon einmal waren.

Was nun die Schleife über Elpenrod und Hainbach soll, weiß wohl nur der Veranstalter. Die, die sich hier auskennen, werden wohl schön geradeaus gefahren sein und sich die fast 10 Kilometer gespart haben. Die Tour führt nun durch das Feldatal leicht bergan. Erst in Kestrich verlassen wir das Tal und sofort wird es bergiger. Bis zur Kontrolle in Ulrichstein müssen wir 230 Höhenmeter zurücklegen. Astrid ist schon weit voraus und auch V8, wir waren eine zeitlang zusammen gefahren, zieht nun davon. Er verleiht mir zudem den ehrenvollen Titel " langsamster Forumer", auf den er eigentlich selbst scharf war.

In Ulrichstein wartet Astrid auf mich, V8 ist aber nicht mehr zu sehen. Dafür taucht Jan wieder auf. Mir schmerzen die Fußsohlen und die Knie. Ich zweifle daran, dass ich die Auffahrt zum Hohenrodskopf noch fahren kann. Zum Glück waren wir ja schon am Vortag da und weiß, dass die Steigungen nicht allzu stark sind. Ehe wir zum Anstieg kommen, geht es aber zuerst in östlicher Richtung nach Lauterbach bergab.

Auch bis zum östlichsten Punkt der Strecke, Stockhausen, ist der Anstieg noch nicht nennenswert. In Ilbeshausen ist die 6. Kontrolle und ab hier beginnt der Anstieg zum Hohenrodskopf. Wir haben nun 300 Höhenmeter vor uns und meine Füße qualmen. Astrid zieht wie so oft, locker davon. Ich merke nun, dass ich so lange Strecken nicht mehr gewöhnt bin und habe schwer zu kämpfen. Kurz vor der Höhe ist noch ein Versorgungswagen mit Getränken. Wir haben noch genug und halten nicht an.

Erst auf dem nächsten Parkplatz muss ich meine Schuhe ausziehen und meine Füße mit Wasser aus der Flasche, ein wenig kühlen. Die Strecke ins Tal führt auf, für mich, noch unbekannte Straßen. Es geht nach Altenhain, nördlich von Schotten. Es kann nun nicht mehr weit sein, die Straßen führen so gut wie nur noch bergab. Freienseen ist der nächste kleine Ort auf der Tour.

Ab hier fahren wir auf der B 276 nach Norden. Nur 2,5 Kilometer, in Sennbrücke fahren wir links ab nach Weikartshain. Nun ist es nur noch ein kurzes Stück und wir sind nach 219 Kilometern und 2380 Höhenmetern im Ziel. V8 kommt uns schon geduscht entgegen.

Fazit:

Wir haben mit dem Radmarathon in Grünberg die richtige Wahl getroffen. Der Veranstalter bot eine wunderschöne, hügelige und sehr verkehrsarme Strecke. Dazu kommen die von weitem gut sichtbaren Richtungspfeile und dazu in fast allen Fällen an der richtigen Stelle. Die Verpflegung war vollkommen ausreichend und Marathon gerecht. Wir werden bestimmt nicht zum letzten Mal hier in Grünberg gefahren sein.

Distanz:
219 km

Höhenmeter:
2380 Meter


Streckenplan

Grünberg
Queckborn
Ettingshausen
Harbach
Hattenrod
Burkhardsfelden
Oppenrod
Buseck
Beuern

K 1 Bersrod

Reinhardshain
Beltershain
Lumda
Weitershain
Bernsfeld

K2 Burg-Gemünden

Ehringshausen
Ober-Gleen
Heimertshausen
Zell
Billertshausen
Angenrod
Seibelsdorf
Antrifttal
Bernsburg

K3 Arnshain

Kirtdorf
Lehrbach
Erbenhausen
Homberg (Ohm)

K4 Gemünden

Otterbach
Hainbach
Elpenrod
Gemünden
Ehringshausen
Schellnhausen
Ermenrod
Feldatal
Stumpertenrod

K5 Ulrichstein

Rebgeshain
Engelrod
Lautertal
Dirlammen
Frischborn
Lauterbach
Eisenbach
Stockhausen
Schlechtenwegen
Altenschlirf

K6 Ilbeshausen

Hohenrodskopf
Altenhain
Freienseen
Sennbrücke
Weickartshain

Grünberg

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