RTF, Radmarathon, Pässe und mehr

Radmarathon Gevelsberg, Skiclub
 

1-5 | 6-10 | 11-15 | 16-20 | 21-25 | 26-29

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zur Tour 2002

Gevelsberg 2004

Radmarathon Gevelsberg (16 Talsperrenrundfahrt)

Heute fahren wir einmal ausnahmsweise erst morgens zum Start. Dazu müssen wir schon um 4:00 Uhr aufstehen. Die Tour in Gevelsberg sind wir bereits 2002 gefahren und wir hatten sie nicht in so schlechter Erinnerung. Dieses Mal haben wir uns schon vorher angemeldet und die Formalitäten sind schnell erledigt.

An den Anmeldetischen begrüßen wir Axel und Vera, sie können heute nicht fahren und leisten Helfertätigkeiten. Pünktlich um 6:30 Uhr setzt sich das ca. 460 FahrerInnen starke Feld in Bewegung. Es geht sofort bergauf. Schon nach 2 Kilometern zeigt mein Höhenmesser 11,5 % Steigung an. Das Feld zieht sich gleich auseinander. Bei Kilometer 6 ist die Anzeige schon wieder auf 10%. Es geht wieder bergab, ehe nach einer weiteren Welle der steile Anstieg (15%) zur 1. Kontrolle beginnt.

Vor einer halben Stunde hat es zu regnen begonnen, zum Glück sind die Lufttemperaturen nicht so tief. So ist es noch einigermaßen erträglich. Mich stören heute die vielen Autos, so hatte ich diese Tour nicht in Erinnerung. Da die Tour ständig auf und ab führt, trage ich an jedem kleinen Anstieg meine Kämpfchen mit anderen Radlern aus. Ich kann mich ja jedes mal ausruhen, wenn ich Astrid wieder herankommen lasse.
Wir passieren eine Talsperre nach der anderen.

Immer wieder wechselt die Tour von belebten Straßen auf sehr ruhige. Teilweise führt uns die Strecke auf Radwegen um die Talsperren herum. Bei dem Regen heute, ist natürlich kein Fußgänger zu sehen. Nach 86 Kilometern kommen wir zur Hauptverpflegungsstelle. Hier ist alles vorhanden was der RadlerInnenmagen begehrt, allerdings kein Vergleich zu Bimbach. Der Veranstalter hat, wegen des schlechten Wetters sogar ein großes Zelt aufgebaut.

Kurz vor der Kontrolle ist Peter aus Solingen zu uns aufgelaufen. Er animiert mich sofort am nächsten kleineren Hügel einen Sprint zu fahren. Ich glaube, wir haben beide Spaß an solchen Einlagen. Wir fahren weiter und auf einmal kommt Peter mit weit über 50 km/h an mir vorbeigeschossen. Er freut sich diebisch.

Astrid fährt mir heute immer wieder weg. Sie ist ganz gut drauf und die 24 Stunden am Nürburgring haben ihr ganz gut getan. Bei der Fahrt um die Listertalsperre habe ich heute meinen Tiefpunkt. Vielleicht war die Pause an der letzten Kontrolle zu lange. Astrid, Peter, Werner von Kurbel-Dortmund, alle sind mittlerweile vor mir verschwunden. Auf einmal läuft es bei mir wieder besser. Astrid treffe ich aber erst an der nächsten Kontrolle wieder.

Auch auf den folgenden Kilometern wird mit Peter gekämpft. Für die schöne Landschaft haben wir dabei kein Auge übrig. In Kirspe kommen wir so zur 5. Kontrolle. Astrid hängt sich an Werner dran und wir treiben das Spiel so weiter. Das Teilstück vor der Ennepetalsperre weißt einen sehr schlechten Fahrbahnbelag auf. Peter habe ich inzwischen verloren, dafür habe ich einen anderen Mitstreiter gefunden. Gemeinsam kommen wir so zur letzten Kontrolle an der Ennepetalsperrenmauer.

Wir halten uns hier relativ lange auf, Astrid ist mit Werner und Peter auch da. Ich sehe wie der listige Fuchs, Werner, sich klammheimlich davon schleicht. Wir lassen ihn ziehen, er will bestimmt vor uns im Ziel sein. Es geht nun zum letzten Mal länger bergauf. Oben auf der B 483 fahren wir nun Richtung Schwelm. Wir sind nun in einer Gruppe mit 4 Radlern und kommen gut voran.

Nachdem wir die Bundesstraße in Richtung Ennepetal verlassen haben, geht es lange abwärts. Ich mache bis kurz vor dem Ortseinfahrtsschild Tempo und lasse mich dann zum ausrollen zurück fallen. An der nächsten Ampel sind wir aber alle wieder zusammen. Es geht nun auf der B 7 bis nach Gevelsberg und nach einem letzten kleinen Anstieg sind wir, der Regen hat vor ca. 3 Stunden aufgehört, fast trocken wieder im Ziel.

Distanz:
220 km

Höhenmeter:
2600 Meter


Streckenplan

Start Sportzentrum West
Oerlinkon
Beyenburger Stausee
K1  bei Km 23 / 16 Km
Herbringhauser Talsperre
Wuppertalsperre
Panzertalsperre
Hückeswagen
Bevertalsperre
Wipperfürth
Dohrgaul
K2 bei Km 61 / 71 Km
Lingesetalsperre
Brucher Talsperre
Genkeltaösperre
Aggertalsperre
Lieberhausen
Schoppen
Ingemeter Mühle
K3 bei Km 86 / 99 Km
Listertalsperre
Biggetalsperre
Windhausen
K4 bei Km 135 / 136
Oestertalsperre
Versetalsperre
Fürwiggetalsperre
Kirspe
K5 bei Km 165
Kerspertalsperre
Anschlag
Schwenke
Kottmannshausen
Eiche
Grüne
Ennepetalsperre
K6 bei Km 196
Filde
Heilenbeckertal
Ennepetal
Gevelsberg
Sportzentrum West 215 Km


RM Gevelsberg auf einer größeren Karte anzeigen

  

16 Talsperrenrundfahrt 2002 (Super Cup)

 unser 4. Super Cup in 2002. Wir haben herrlichstes Wetter, sind natürlich wieder zu spät am Start. In einer größeren Gruppe machen wir uns um 7:30 Uhr auf die Strecke. 16 Talsperren Rundfahrt nennt sie diese Tour, und in der Tat an 16 Talsperren kommen wir auch vorbei. Durchs Bergische Land bis zum Biggesee führt uns die Tour. 5 Kilometer vor der ersten Kontrolle werden wir von Norbert aus Dortmund eingeholt.

Er verweilt kurze Augenblicke bei uns und zieht so weg. Aber kurz vor der Kontrolle wartet ein heftiger Anstieg mit über 13% auf uns und ich sehe ihn nun vor mir. Er scheint fast am Berg zu stehen. Auch ein uns bekannter Hammer Mitstreiter quält sich hier hoch. Da wir erst 21 Kilometer in den Beinen haben und noch frisch sind bereitet es mir keine Probleme so an ihnen vorbei zu fahren.

Mitten an der Steigung hat sich ein Fotograf postiert und macht von jedem ein Foto. Diese kann man im Ziel käuflich erwerben. Ich finde es ist vom Veranstalter eine gute Idee. Von der ersten Kontrolle geht es weiter zur Herbringhauser-, Wupper- und Panzertalsperre. Da es noch sehr früh ist sind nicht sehr viele Autos unterwegs. Von einem werden wir begleitet, aus diesem wird ein Video gedreht. Auch diese wurde im Zielraum vor geführt und es konnte käuflich erworben werden. Über Hückeswagen gelangen wir nun zur Bevertalsperre.

Das auf und ab der Landschaft verläuft bis zur 2. Kontrolle in Dohrgaul ohne größere Steigungsprozente. Auf der Strecke zwischen Ohl und Lieberhausen kommen wir an der Lingse- Brucher-, Glenkel-, und der Aggertalsperre vorbei, ehe wir an der Ingemerter Mühle zur 3. Kontrolle kommen. Auf diesem Teilstück sind allerdings zwei 12 Prozenter zu überwinden. Auf den nächste 40 Kilometern passieren wir die Listertalsperre und den Biggesee. In Windhausen erwartet uns nun die Marathonkontrolle.

Perfekt organisiert, bietet uns der Gevelsberger Veranstalter alles was das Herz begehrt. Echt Super Cup würdig. Nur das offene Männerpissoir das mitten zwischen den Bänken und Stühle aufgebaut war, war wohl ein wenig deplaziert. Etwas außerhalb der Verpflegungszone hätte es auch gut gestanden. Auf dem Teilstück zur Kontrolle 5 haben wir bei Kilometer 162 die größte Steigung mit fast 18% zu überwinden. Die Anblicke der idyllisch gelegenen Verse und Fürwiggetalsperre entschädigt uns aber für diese Anstrengung.

In Kierspe bei der 5. Kontrolle haben wir 172 Kilometer auf dem Tacho. Inzwischen sind wir auf Jürgen aus Alsfeld aufgelaufen. Wir fahren nun zusammen und kommen, nachdem wir an der Kerspetalsperre vorbei gefahren sind nach Anschlag. Nachdem wir über die Bundesstraße Schwenke erreicht haben, geht es nun rechts ab auf kleinen Nebenstraßen zur Ennepetalsperre.

An der Staumauer, sie ist noch gesperrt, ist die letzte Kontrolle aufgebaut. Elisabeth aus München treffen wir hier und sie erzählt von dem 25% in Vollmarstein. Ja, wenn sie erst einmal ins Erzählen kommt. Nun sind es nur noch 25 Kilometer bis ins Ziel und nach den letzten kleinen Anstieg geht es das Ennepetal hinab auf Gevelsberg zu. Die Veranstaltung hat sich im Vergleich zu den Jahren zuvor wesentlich verbessert. Alle ehemaligen Schlaglochstrecken, und davon gab es viele, sind nicht mehr vorhanden. Die Verpflegung an der Strecke stellt oberstes Super Cup Niveau dar.

 

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