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Radmarathon Dülmen
 

1-5 | 6-10 | 11-15 | 16-20 | 21-25 | 26-30 | 31-35 | 36-40 | 41-45 | 46

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Dülmen 2006,

Zum ersten Mal wollen wir den Dülmener Radmarathon fahren und so führt unser Weg  direkt von Lüttringhausen ins Münsterland. Da es bei der Lüttringhauser Tour an Astrids Rad technische Probleme gab, machen wir noch einen kleinen Abstecher zu unserem Heim vorbei und versorgen uns mit einem neuen Hinterrad. Uwe ist auch weiter nach Dülmen gefahren und schon vor uns dort.

Auch Edgar aus Sprockhövel trudelt mit seinem Wohnmobil ein. Er ist mit seinen 73 Jahren so gut drauf, dass ich am Berg Probleme habe ihm zu folgen. Auch Tanja kommt schon am Vorabend der Veranstaltung und zusammen hocken wir bei schönstem Wetter bis hin in den späten Abend.

Am Morgen sind mit uns Virenque, Jedrik, Schlusslicht, Tanja und Uwe aus dem Forum am Start. Virenque sitzt schon seit 4:00 Uhr auf dem Sattel, er ist von Bochum aus mit dem Rad angefahren. Völlig durchgefroren bat er uns leihweise um ein paar Winterhandschuhe. Wir hatten keine dabei, aber da fielen mir doch Passadores Handschuhe ein, die wir schon seit Wochen spazieren fahren.

Zusammen fahren wir zuerst in die Marathonschleife hinein. Ich höre noch wie jemand sagt: Die erste Kontrolle kommt erst nach 48 Kilometern. Zu Beginn einer Tour macht das nicht so viel aus. Kurz nach dem Verlassen der Stadt geht es rechts ab auf einer sehr kleinen Nebenstraße nach Karthaus. Sie führt uns weiter bis nach Buldern. Eine Herner Gruppe ist kurz vor uns losgefahren und ich mache mir die Hoffnung, mit Virenque und Schlusslicht als Zugpferd, sie schon bald einzuholen. 

Es geht nun, immer noch flach, über Niehus nach Rorup. Auf diesem Abschnitt schließen wir zu den Hernern auf und wir plaudern ein wenig. Schon kurz nach Rorup beginnt der erste Anstieg und schon bin ich alleine auf dem Wirtschaftsweg. Die gesamte Gruppe entschwindet vor mir und ich sehe ihr noch einige Zeit wehmütig hinterher. Aber ich muss mein Tempo bergan fahren und so bleibt nur Astrid bei mir. Ich freue mich richtig, dass wir Darup rechter Hand liegen lassen, denn der Anstieg dort liegt mir im Moment gar nicht.

So macht die Tour einen großen Bogen und etwas nördlich von Dülmen kommen wir zur ersten Kontrolle. Die gesamte Gruppe ist noch da und zusammen setzen wir unsere Fahrt fort. Der Radmarathon geht nun in östlicher Richtung auf völlig flachen Straßen über Daldrup nach Lüdinghausen. Über Berenbrock fahren wir in den Ort hinein. Zur linken sehen wir die Burg Vischering. Kurz nach Lüdinghausen kommen wir zur 2. Kontrolle. Das Verpflegungsangebot ist sehr gut und nicht oft bei anderen Veranstaltungen vorzufinden. Wieder treffen wir auf unsere Gruppe, die ich nun auch auf den Flachstücken immer wieder ziehen lassen muss.

Weiter führt uns der Marathon über Ottmarsbocholt nach Senden. Auf kleinsten Nebenstraßen, einige sind neu für mich, geht es über den Dortmund-Ems-Kanal.  An Appelhülsen vorbei  fahren wir nun nach Schapdetten. Die Hügel vor uns lassen mir meine Beine zu Blei werden.  Es geht über die Leopoldshöhe  und wider erwarten gelingt es mir den Anderen zu folgen. Nördlich von Stevern kommen wir zur 3. Kontrolle. Auch hier ist der Verpflegungstisch wieder abwechslungsreich gedeckt.

Nach einer kurzen Abfahrt, ich bin dummerweise auf dem Radweg gefahren, schaffe ich es nicht an der nächsten Linksabbiegung den anderen zu folgen, da ich erst den gesamten Querverkehr passieren lassen muss und meine BegleiterInnen sich nur links einordnen mussten. Sie verlangsamen aber ihre Fahrt und bis zum Longinusturm kann ich wieder aufschließen.

Weiter führt uns die Tour durch die schöne Baumbergelandschaft über Poppenbach nach Havixbeck. Obwohl ich mich in dieser Gegend sehr gut auskenne, gelingt es dem Veranstalter immer wieder Straßen zu befahren die neu für mich sind. So auch das Teilstück zur Thumanns Mühle. Die Gruppe fährt nun ein wenig ruhiger und hat die Herner ziehen lassen. So fahren wie auf einsamen Straßen durch Holthausen und kommen nach Laer hinein.

Eine Gruppe am Straßenrand stehender Radler lässt uns böses ahnen. Und richtig, bei einer Unachtsamkeit kam es zum Sturz dreier Radler. Leider können 2 ihre Fahrt nicht mehr fortsetzen und müssen zur ärztlichen Versorgung ins Krankenhaus. Da an der Unfallstelle alles geregelt ist und der Rettungswagen mit seiner Sirene naht, setzen wir unsere Fahrt fort.

Wir kommen an dem Örtchen Höpingen vorbei und nach 149 km zur Marathonkontrolle. Warme Verpflegung, Brote, Bananen und Joghurt werden hier bereitgehalten. Die Herner RTFler trudeln nun auch ein und wir unterhalten uns über den Unfallhergang. Wahrscheinlich hat jemand wegen einer Bodenwelle einen Schlenker gefahren und ist mit seinem Lenker bei dem neben ihm Fahrenden eingehakt. So kam es zum Sturz und der hinter ihnen Fahrende ist auch noch über sie gestürzt.  

Unser Forumstross setzt sich wieder geschlossen in Bewegung. Mir geht es zwischenzeitlich etwas besser und ich kann sogar eine kurze Zeit vorne fahren. Die Fahrt geht auf Billerbeck zu, wir fahren aber nicht in den Ort hinein, sondern es geht nördlich weiter den Billerbecker Berg hoch nach Darfeld. Kurz vor Eggerrode an Küppers Forellenhof ist der nördlichste Punkt der Tour erreicht.

Virenque hat sich Astrids Kamera geschnappt und macht einige Fotos während der Fahrt. Es dauert aber nicht lange und ich befinde mich wieder am Schluss der Gruppe. Diese ist um eine Abordnung von den Wuppertalern Musketieren angewachsen. Aber auch Heinz und Marcus von den Waltroper Sprintern sind nun dabei. Auch sie klagen über erhebliche Trainingsdefizite.

So bleibt die Gruppe nicht lange zusammen und wir Vier fallen alsbald zurück. Heinz ist wohl noch schlechter dran als ich und fällt noch hinter uns zurück. Markus bleibt bei ihm und so bin ich mit Astrid alleine unterwegs.

Die Strecke biegt links ab und wir umfahren Rosendahl. Es wechseln sich immer wieder kleine Nebenstraßen mit sehr gut zu fahrenden Wirtschaftswegen ab. Westlich von Coesfeld  ist die 5. und damit letzte Kontrolle erreicht. Die Fahrt durch den Letter Bruch scheint mir endlos. Oft wechselt die Richtung und mir kommt es vor als fahren wir zickzack durch die Gegend.

Irgendwie kommen wir  nach Merfeld und somit schon in die Nähe unseres Startortes. Die Strecke geht aber nicht direkt nach Dülmen, sondern an Haus Waldfrieden vorbei zum  Dülmener Wildgehege. Leider sind von der Straße keine Tiere zu sehen. Die Tour macht noch einen kleinen Schlenker in Richtung Hausdülmen, wendet sich dann aber auf Dülmen zu und nach 205 Kilometern kommen wir bei schönstem Wetter zum Ausgangsort der Tour zurück. 

 

Fazit:

Wir haben in Dülmen einen schönen Radmarathon erlebt. Die Strecke war sehr gut ausgeschildert wobei wir aber immer wieder durch die Streckenschilder an den Abzweigen irritiert wurden, weil dort kein Hinweis auf die Marathonstrecke war. Es wird bestimmt ein leichtes für den Veranstalter sein, dies noch umzusetzen. Das Verpflegungsangebot gehört in NRW zu den besten. Wenn es gelänge den einen oder anderen Hügel der Baumberge noch in die Tour einzubeziehen, würde sie noch ein wenig aufgewertet.

Distanz:
207 km

Höhenmeter:
800 Meter


Streckenplan

Dülmen
Karthaus
Buldern
Niehues
Rorup
Darup
Coesfeld
Lette

K 1 Dülmen

Dülmen
Daldrup
Berenbrock
Lüdinghausen

K 2

Ottmarsbocholt
Senden
Appelhülsen
Schapdetten
Stevern

K 3

Dörnholt
Poppenbeck
Havixbeck
Hohenholte
Thumann's Mühle
Holthausen
Laer
Höpingen

K 4 Aulendorf

Billerbeck
Darfeld
Kirchspiel-Eggerode
Rosendahl
Hoy

K 5 Tungerloh

Stevede
Letter Bruch
Merfeld
Dülmen







 


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