RTF, Radmarathon, Pässe und mehr

Radmarathon Dortmund Holzen
 

1-5 | 6-10 | 11-15 | 16-20 | 21-25 | 26-30 | 31-35 | 36-40 | 41-42

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zur Tour 2004, 2002,

Dortmund 2006,

Ich bin alleine nach Do-Holzen gefahren, meine Chefin macht zur gleichen Zeit ihre eigene Tour (H-B-K-H)

Zu meiner Überraschung ist auch die Rheinländer Forumsfraktion, mit Jedrik und Schlusslicht, am Start.

Im Gegensatz zu Bonn gibt es keine Schlangen an der Einschreibung. Der  Radmarathon ist auch wesentlich einfacher organisiert. Wertungskarte abgeben, die WK-Nummer wird auf der Startkarte geschrieben, 7 Euro Startgeld gezahlt und fertig is. Der restliche Schreibkram wird erledigt, wenn die Teilnehmer unterwegs sind.

Die Strecke führt uns auf altbekannten Wegen an der A1 entlang zur Schwerter Heide.  Die Sonnenbrille stört zu so früher Stunde, denn der Wirtschaftsweg ist mit Bäumen umsäumt und sehr dunkel.

Kaum sind wir aus dem Ort, haben wir auch schon die ersten Wellen vor uns. Sofort reist unsere kleine Gruppe auseinander und jeder fährt an den Anstiegen sein eigenes Tempo. Aber die Gruppe kommt, kaum ist die Höhe erreicht immer schnell wieder zusammen. An einigen Stellen gibt es, wegen behördlicher Auflagen, Strecken Änderungen. In Iserlohn geht es nicht, wie in den vergangenen Jahren auf der B 236 entlang, sondern wir biegen links in einem Seitenweg ab. Schon sehen wir nach einer Kurve, dicke Steine auf dem Weg liegen. Hier sollte der Veranstalter, vielleicht vor der Kurve, ein Warnschild anbringen.

Nach knapp 3 Kilometern kommen wir in Nachrodt dann doch zur Bundesstraße und kommen zur ersten Kontrolle. Die B 236 führt uns nach der Stärkung weiter bis nach Altena.

In Altena, sehen wir hoch über uns, die schöne Ritterburg.

Hier verlassen wir die Bundesstraße und fahren weiter nach Mühlenrahmende. Der schwerste Anstieg der Tour führt uns nach Rosmart.  Frank und Uwe fahren sehr oft vorne und während ihrer angeregten Unterhaltungen, merken sie oft nicht wenn hinter ihnen, uns anderen die Luft ausgeht. Tanja hat uns an der 111er Teilung verlassen und so sind wir nur noch zu viert unterwegs. Kurz nach Herscheid kommen wir zur 2. Kontrolle, sie ist sparsam aber völlig ausreichend bestückt.

Am Aufstieg zur Nordhelle zweigt die Tour leider links ab und wir kommen an der Östertalsperre vorbei. Über Letmecke und Windhausen geht es nun über sehr ruhige Straßen nach Neu-Listernohl und damit zum Biggesee. Wir fahren einige Kilometer auf der Uferstraße entlang. Dieser Seitenarm des Sees nennt sich hier Listertalsperre.

Nach einem langen Anstieg kommen wir wieder zur A 45 und fahren eine Zeitlang parallel dazu. Wir umrunden nun auf kleinen verlassenen Straßen im einen großen Kreis Drolshagen. In Husten, am südlichsten Punkt des Marathons kommen wir zur 3. Kontrolle.

Es gibt Käsebrötchen und leckeren Milchreis und Standartwaffeln. Für 7 Euro finde ich die Verpflegung sehr gut. Das Wetter hat sich bisher gut gehalten nur.

Der Anstieg nach der Kontrolle führt uns nach Gelsingen. Hier ist die Straße mit einer neuen Fahrbahndecke versehen und die Schlaglöcher, auf diesem Teilstück, gehören so der Vergangenheit an. Anstiege wechseln sich in schöner Regelmäßigkeit mit schönen Abfahrten ab. Die Strecke schlängelt sich an der Sauerlandlinie entlang gen Norden. Kurz nach der Ausfahrt Lüdenscheid-Süd ist die 4. Kontrolle erreicht.

Leider sind auf dieser Straßen sehr schlecht zu erkennende Huckel eingebaut und so heißt es vorsichtig fahren. Über kleinste Nebenstraßen gelangen wir schließlich zur B 54. Diese befahren wir 5 Kilometer in Richtung Hagen. Nun steht uns die lange und immer steiler werdende Auffahrt über die Oedenthalerstraße bevor. Uwe hat einen Wiedersacher gefunden und zieht mit ihm vor uns weg. Oben an der Hauptstraße wartet er auf uns und gemeinsam kommen wir zur letzten Kontrolle, hoch über der Sauerlandlinie bei Albringwerde.

Es sind dunkle Wolken aufgezogen, Jedrik und Schlusslicht ziehen sich vorsichtshalber schon einmal die Regenjacken an. Uwe hat keine dabei und ich zögere noch. Doch schon im Nahmertal bekommen wir eine ordentliche Dusche ab. Leider wird der Straßenbelag in diesem schönen Tal immer schlechter, aber alternativen fehlen dieser Gegend.  So holpern wir, nachdem wir nun schon 175 km hinter uns haben, Dormund entgegen.

Fazit:

 

Der RRC Dortmund hat wie schon in den vergangenen Jahren eine solide, schöne und auch zugleich schwere(n) RTF(Radmarathon) im Programm. Für 7 Euro Startgeld wurde auch der letzte Marathoni, ich meine gut verpflegt.

Distanz:
198 km

Höhenmeter:
2500 Meter


Streckenplan

Do-Holzen
Scherter Heide
Rheinen
Villigst
Oestrich
Einsal
Altena
Mühlenrahmede
Rosmart
Borbeke
Vogelsang
Herscheid
Oestertalsperre
Lettmecke
Windhausen
Roscheid
Neu-Listernohl
Biggestausee
Heimicke
Wintersohl
Berlinghausen
Husten
Benolpe
Belmicke
Scheda
Imhausen
Breddershaus
Schürfelde
Werkshagen
Homert
Lüd.-Süd
Schloss Neuenhof
Mintenbeck
Einighausen
Brügge
Oedenthal
Lüd.-Nord
Wersbecke
Albringwerde
Nahmertal
Lahmen
Hohenlimburg
Garenfeld
Westhofen
Do-Holzen





 


RM Dortmund Holzen auf einer größeren Karte anzeigen

  

Bericht von der Veranstaltung Tour ins Sauerland 2004

Aurich war gestern ganz schön anstrengend, zumal wir solche Flachstrecken nicht gewohnt sind. Es fehlen einfach die Erholungsphasen die wir sonst von den Bergabpassagen kennen. Wir fahren sofort nach Dortmund-Holzen. Hier findet die Fahrt ins Sauerland statt. Wir sind diese Tour schon 2 Mal gefahren und haben sie als schwer in Erinnerung. 201 Kilometer mit 2500 Höhenmeter warten auf uns. Ein Parkplatz direkt vor der Schule in Holzen ist schnell gefunden. Es sind auch schon andere RadlerInnen dort. Sie bedauern, dass die Turnhalle nicht zum Schlafen geöffnet ist und müssen so die Nacht in ihren Fahrzeugen verbringen.

Um 7:00 Uhr soll gestartet werden. Wie schon in Aurich werden wir auch in Holzen von dem niedrigen Startpreis (7,00 Euro) angenehm überrascht. Also hat die Abzockerei doch noch nicht auf ganz Deutschland übergegriffen. Bei herrlichstem Wetter machen sich ca. 200 RadlerInnen auf die Strecke. Bis Kilometer 18 sind nur kleinere Wellen zu überwinden.

Ab hier beginnt die Sauerlandkletterei. Wir befinden uns in einer kleinen Gruppe und sie reißt sofort auseinander. Zu unterschiedlich ist das Leistungsniveau. Nach einer schnellen Abfahrt steigt die Strecke bis zu ersten Kontrolle schön gleichmäßig an. An der Kontrolle gibt es ausreichend zur Verpflegung. Die steile Rampe, kurz vor Ihmert ist uns schon von anderen Touren bekannt. In der Abfahrt nach Altena können wir uns gut erholen. Unten an der Bundesstraße gibt es Probleme mit der Ampel. Sie reagiert wohl nicht auf Fahrräder und so können wir den Anblick der hoch oben liegenden Burg Altena ein wenig länger genießen. Wir fahren schließlich bei rot weiter.

Über 3 Kilometer steigt die Straße nur leicht an. Erst als wir links in die kleine Seitenstraße nach Rosmart  biegen, ist klettern angesagt. Die Gruppe reißt wieder sofort auseinander und ich sehe, wie sich einige Recklinghausener Radsportler absetzen. Da ich den Anstieg gut kenne, teile ich ihn mir gut ein. Erst als mir der Gedanke kommt von oben einige Fotos machen zu können, nehme ich die Verfolgung der vor mir Fahrenden auf. Sie sind inzwischen 150 bis 200 Meter vor mir. Ich merke aber wie ich ihnen schnell näher komme, nur bei dem Vordersten, er hat sich noch einmal 50 Meter abgesetzt, muss ich alles geben. Aber es gelingt mir, die „Bergwertung“ zu gewinnen.

 Nach der Abfahrt folgen einige kleine Wellen. Dann beginnt der lange Anstieg zur 2.Kontrolle nach Herscheid, die wir bei KM 78 erreichen. Wir halten uns nicht lange auf. Es ist nun sehr heiß geworden und immer, wenn wir in der prallen Sonne fahren, wird es fast unerträglich. Die Abschnitte im Wald sind dagegen der reine Genuss. Auch bis zur 3. Kontrolle in Husten sind Kletterqualitäten gefragt, obwohl die Steigungsrate hier nie in den zweistelligen Bereich kommt. Hier an der Marathon-Kontrolle ist die Verpflegung gut. Auch Milchreis steht zur Verfügung. Da mir die Fußsohlen brennen, kühle ich sie mir mit einem Wasserschlauch ab. So ist das Fahren wieder einigermaßen erträglich. Auf den flacheren Teilstücken muss Astrid oft in die Führung, ich nehme mein Zwischentief.

Den höchsten Punkt der Tour haben wir bei Kilometer 141 an der Sauerlandlinie am Drögenpütt erreicht. Die Werkshagener Landstraße schlängelt sich an der BAB 45 entlang bis zur Anschlussstelle Lüdenscheid Süd. Auf einer, mit frischen Rollsplitt belegten kleinen Nebenstraße, kommen wir zur  4. Kontrolle. Sie ist leer gefegt, bis auf Flüssigkeiten ist dort nichts zu bekommen. Wie gut, dass ich noch einige Powergels bei mir habe. An der B54 machen wir an der Araltankstelle so einen ungewollten Zwischenstopp und verpflegen uns dort.

Der letzte Anstieg lässt nicht lange auf sich warten. Wir biegen rechts in die Oedenthalerstraße ein, die zuerst gemächlich, dann aber immer steiler werdend ansteigt. Oben in Lüdenscheid müssen wir noch an der BAB Auffahrt Lüdenscheid-Nord vorbei bevor wir links abbiegen und zur letzten Kontrolle bei Albrinwerde kommen. Auch hier ist der Verpflegungstisch leergefegt. Nun geht es fast nur noch bergab. In Hohenlimburg merke ich, wie meine Sitzfläche von den sehr schlechten Straßenbelägen durchgescheuert ist. Die Straßen hier halten keinen Vergleich mit denen in Hessen aus. Kurz vor dem Ziel haben wir noch einmal einen kurzen 10%er zu überwinden. Die Radler vor uns sind doch alle schon sehr ausgepowert und so bereitet es uns keine Probleme, schnell an ihnen vorbei zu fahren.  

Fazit:
Mit 7 Euro Startgeld ist der Veranstalter einer der günstigsten im BDR. Aber trotz allem sollte es nicht für die RadmarathonfahrerInnen zu solchen Verpflegungsengpässen kommen. Hier hat der Rennradclub Dortmund einigen Nachholbedarf. Auch führt uns die Tour in zweifelsohne sehr schöne abgelegene Gebiete des Sauerlandes, dies aber auf kosten sehr schlechter Straßen. Und wenn einmal größere Straßen befahren werden, wie am Biggesee, dann ist sofort die Hölle los. Das bleibt bei dem schönen Wetter ja auch nicht aus.

Mit 2500 Höhenmetern gehört der Holzener Radmarathon mit zu den schwierigeren dieser Region. An dem Preis sollten sich die Lüdenscheider und Gevelsberger ein Beispiel nehmen. Das Verpflegungsangebot, siehe ebenfalls Aurich Startgeld 6 Euro, ist auch für wenig Geld gut hinzubekommen. Die Hinweisschilder des Dortmunder Veranstalters sind sehr gut, weil leuchtfarbig und von daher weit zu sehen. Auch den Pfeil konnte man von weitem noch relativ gut erkennen.


Radmarathon Dortmund Holzen 2002

Nachdem wir gestern die schwere Tour in Hainstadt gefahren sind, starten wir heute in Dortmund Holzen. Für mich einer der schwersten Marathons. Die Tour geht aus Holzen raus, über uns bereits bekannte Straßen nach Iserlohn.

Hier erwartet uns der erste längere Anstieg von Obergrüne nach Ihmert. Es geht hier schon auf die 9% zu. Bei Kilometer 38 gibt es nach einen weiteren langen Anstieg die zweite Kontrolle. Andreas hat tags zuvor in großen Buchstaben "HERMANN GO" auf die Straße gemahlt. Die nächste lange Bergaufpassage folgt bei KM 55 bis 62 mit fast 12% Steigung. Die Tour schlängelt sich östlich der A 45, zum Süden hin, durchs Sauerland. Wir durchfahren, um nur die wichtigsten Ortschaften zu nennen, Altena, Herscheid und Attendorn. Mit Husten, einem kleinen Ort unterhalb von Drolshagen, erreichen wir, nachdem wir vorher den Biggesee passiert haben, den südlichsten Punkt der Tour.

Nun geht es Richtung Lüdenscheid zu dem für mich schwersten Anstieg dieser Strecke. Er führt uns aus dem Volmetal über die Oedenthaler Straße hinauf zur L532. Dieser Anstieg ist 4,5 Km lang und weist Steigungen bis 14% auf. Nach 170 Kilometern schon ganz schön happig.  

Jetzt folgt der Abstieg aus dem Sauerland. Ab der letzten Kontrolle bei Albringwerde, sie liegt hoch über der A45, fahren wir hinab bis nach Hohenlimburg. Bei Herbeck müssen wir noch ein mal kräftig `reintreten, denn es ist hier, 5 Kilometer vor dem Ziel, noch mal eine Steigung mit 10% zu überwinden.

 

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