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Radmarathon Bonn, PSV
 

1-5 | 6-10 | 11-15 | 16-20 | 21-25 | 26-27

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Bonn 2004

Über die Höhen der Eifel (Radmarathon PSV Bonn)

Das war er, ein Radmarathon wie er sein sollte. Preisgünstig (10€), super ausgeschildert, an 7 Kontrollen ein ausgezeichnetes Verpflegungsangebot, eine verkehrsarme Strecke, gute Straßen und Berge, Berge und nochmals Berge.

Die Entscheidung den Radmarathon in Bonn zu fahren erweist sich als goldrichtig. Wir werden, wie schon in diesem Jahr so oft, vom Regen geweckt. Ach du Sch... denke ich, auch das noch. Gestern in Lüttringhausen hatten wir noch herrlichstes Sommerwetter und heute dies.

Kurz vor dem Start muss ich noch Bremsklötze und Schuhplatten wechseln. Also kommen wir wieder einmal sehr spät auf die Strecke. Auf relativ großen Straßen werden wir aus Bonn nach Meckenheim geführt, aber so früh sind noch keine Autos unterwegs und nur der Regen stört ein wenig.

Nach 26 Kilometern und 260 Höhenmetern erreichen wir in Överich die erste Kontrollstelle. Hier treffen wir auch Vera und Axel aus Gevelsberg. Der erste richtige Anstieg wartet bei Km 37 auf uns. Mitten im Anstieg werden wir von Harry, unserem ehemaligen Radhändler aus Dortmund, eingeholt. Er erzählt mir, dass er nun im rheinischen bei einer Radgroßhandlung arbeitet und sein Geschäft ihm zuviel Stress bereitet hatte.

Schade für uns, denn einen besseren Schrauber werden wir wohl nicht finden. Auf jeden Fall wünschen wir ihm auf diesem Wege alles Gute für die Zukunft. Oben auf der Höhe wollte ich eigentlich von ihm und seinem Begleiter ein Foto machen, doch sie sind mir zu schnell gefolgt und die Zeit reichte nicht, um die Kamera in Schussposition zu bringen.

Über Hilberth und Berg kommen wir zur 2. Kontrolle und haben auf den letzten 35 km weitere 450 Hm hinter uns gebracht. Der Regen hat nun aufgehört und ich ziehe erst einmal meine Regenjacke aus, es lässt sich so doch ganz anders fahren. Der nun folgende Anstieg führt uns zum ersten Mal auf 600 Meter über NN. Wir sind nun mitten in der Eifel und es geht ständig auf und ab. Nach der 4. Kontrolle in Tondorf, hier treffen wir auf Werner von Kurbel-Dortmund, folgt der schönste Anstieg der Tour.

Ab Fuchshofen verlassen wir das Ahrtal und es geht im Ort steil bergauf, über 14% zeigt mein HAC an. Die Straße geht dann in enge Kehren über und eine ist schöner als die andere. Nach der 9. Kehre liegt ein Hochplateau vor uns. Immer wieder sehen wir die Straße jetzt weiter ansteigend vor uns liegen. Astrid fährt heute nur kleine Gänge, denn sie hat gestern zu viel Kraft verloren und spult sich so nach oben. Hier ist auch die 5. Kontrolle aufgebaut. Eine heiße Suppe, Würstchen, Obst und leckere Spezialbrote, samt einer Plätzchenvielfalt warten darauf, verspeist zu werden, sogar eine Ärztin soll hier anwesend gewesen sein.

Obwohl der gestrige Marathon auch nicht so einfach war, erleben wir heute Fahrspaß pur. Es liegt wohl auch daran, dass es heute morgen geregnet und so viele Motorradfahrer davon abgehalten hat, eine Sonntagsrunde in der Eifel zu drehen  Nur einmal auf der ganzen Strecke ist ein wenig mehr Verkehr, in Adenau. Viele die auf der abgesperrten Nordschleife eine Runde gedreht hatten, fühlten sich wohl immer noch auf der Rennstrecke. Aber dies hält nur kurz an. Der Veranstalter hatte mit der Streckenführung ein glückliches Händchen, denn immer wieder finden wir uns auf fast autofreien Straßen wieder.

So auch nach dem Anstieg zur Hohen Acht. Oben biegen wir links ab und finden uns im märchenhaften Herschbachtal wieder. Über 10 Kilometer von vorne und von hinten kein motorisierter Verkehrsteilnehmer. Am Ende des Tales kommen wir zur vorletzten Kontrolle in Kesseling. Wir werden bei der Abfahrt noch vor dem nächsten Berg gewarnt und sollen darauf achten, dass wir genug zu trinken dabei haben.
Der Anstieg folgt in Ahrbrück, hier führt uns dir Strecke wieder aus dem Ahrtal hoch nach Lind. Auch dieser Anstieg macht uns so richtig Freude.

Auf 5 km sind hier 260 Hm zu überwinden. Dies war der letzte längere Anstieg der Tour. Nun folgen noch viele kleine Wellen, doch wir verlieren ständig an Höhe und nähern uns Rheinbach, dem 7. Kontrollpunkt der Strecke nach 193 km. Auch hier ist wieder alles vorhanden was eine RadsportlerIn benötigt und das alles vom allerfeinsten. Die letzten 15 km rollen wir locker aus. Im Ziel treffen wir noch einige Herner und auch Brigitte und Walter sind noch da. Er erzählt uns, dass er in diesem Jahr nicht so richtig in die Gänge kommt.  

Fazit:
Die Bonner VeranstalterInnen haben einen für BergliebhaberInnen, wunderbaren Radmarathon geschaffen. Ich habe lange überlegt, aber es gibt einfach nichts an der Tour aus zu setzten. Vielleicht war der Regen am morgen ja auch unser Glück gewesen. Sonniges Wetter hätte wahrscheinlich viel mehr MotorradfahrerInnen in die Eifel gelockt und unseren Fahrspaß verdorben. Leider hatte der Marathon mit 164 Teilnehmern viel zu wenig StarterInnen. Ein heißer Tip für alle die gerne Berge fahren, fahrt zum Marathon nach Bonn, ihr werdet zufrieden wieder nach Hause fahren.

Distanz:
208 km

Höhenmeter:
2840 Meter


Streckenplan









 


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