RTF, Radmarathon, Pässe und mehr

Radmarathon Zugvogel Bielefeld
 

1-5 | 6-10 | 11-15 | 16-20 | 21-25 | 26-30 | 31-35 | 36-40 | 41-45 | 46-50 | 51-55 | 56

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Bielefeld 2005

Heute starte ich in Bielefeld ohne Astrid, sie möchte lieber den 300 km Brevet in Hessisch Oldendorf fahren.

Am Start in Bielefeld sehe ich viele bekannte Gesichter, Axel und Tanja mit ihrem Windschattengeber Uwe aus unserem Forum. Aber auch die Schloss Neuhäuser mit Gregor und Ulli wollen den Marathon fahren. Jürgen und Walter mit seiner Brigitte sehe ich auch noch kurz.

Am Start muss ich leider den Preis für die Trimmfahrer bezahlen, obwohl ich den BDR Ausweis vorgelegt habe. Lieber Veranstalter, kläre doch einmal Deine Leute an der Einschreibung darüber auf, dass alle BDR-Mitglieder zum ermäßigten Startpreis fahren können und nicht nur die WertungskarteninhaberInnen, so wie es in der Ausschreibung des Breitensportkalenders steht.

Ich habe aber keine große Lust auf eine Auseinandersetzung und bezahle unwillig das höhere Startgeld. Aber selbst daran sollten sich unsere Süddeutschen Marathonveranstalter ein Beispiel nehmen. 8 Euro Startgeld, und eine Voranmeldung ist hier auch nicht erforderlich. Und ich glaube auch ohne eine Warmverpflegung waren hier alle zufrieden

Pünktlich um 8:00 Uhr gehen ca. 200 Marathonis auf die Strecke. Da ich heute alleine fahre, kann ich mich auf den ersten 60 Kilometern, größeren Gruppen anschließen. Auch Axel befindet sich im Hauptfeld. Er freut sich darüber wie schön geruhsam das Fahren hier hinten ist. Wir fahren in nordöstlicher Richtung aus Bielefeld hinaus. Schnell sind wir auf kleinen Nebenstrassen und im Feld lässt es sich gut fahren. Es geht über die Herforder Heide und Lockhausen nach Bad Salzuflen. Nun fahren wir in südlicher Richtung weiter. In  Waddenhausen  muss das Feld an einer Bahnschranke eine Zwangspause einlegen.

Nach der ersten Kontrolle in Lieme, bisher war es ganz flach gewesen, wird die Gruppe kleiner und die ersten Wellen lassen nicht auf sich warten. Ich lasse mich auch mal ein wenig vorne sehen. Am ersten längeren Anstieg unterläuft mir dabei aber ein Kardinalfehler. Ich forciere vorne das Tempo und fahre dabei voll in den roten Bereich.

Leider wird die Bergaufpassage aber noch steiler und alle fahren an mir vorbei und ich kann dem Feld nicht mehr folgen. Nun bin ich alleine auf der Strecke und kann mein Tempo fahren und erhole mich dabei aber wieder schnell. Da ich viele noch hinter mir weiß, halte ich auf einer Höhe an und warte, um ein paar Fotos von den folgenden Marathonis zu machen.

Kurz nach Blomberg komme ich nach 65 Kilometern zur 2 Kontrolle in Eschenbruch. Auch hier fülle ich nur kurz meine Flasche auf und fahre weiter. Bis zum längsten Anstieg  der Tour kurz nach Lügde sind es knapp 15 Kilometer, aber auch bis dorthin sind noch einige kleine Anstiege zu erklimmen.

Für den Anstieg nach Kleinenberg habe ich mir vorgenommen ruhig zu fahren. Nachdem aber einige an mir vorbeiziehen, kann ich mich doch nicht mehr bremsen. Schnell erreicht meine Herzfrequenz wieder Werte die über 180 liegen. Aber dafür kann ich auch etliche Radler schnell hinter mir lassen. Das entschädigt mich wieder. 

Der Marathon führt uns jetzt über die Ottensteiner Hochfläche. Kurz nach dem Örtchen Ottenstein führt uns eine rasende Abfahrt zur Weser hinab. Diese Serpentinenstrasse ist zu schön um nur hinunter zu fahren. Also mache unten kehrt und fahre sie wieder hoch. An der letzten Kehre mache ich ein paar Bilder von den nach unten rasenden Marathonis. Auch Jürgen Preim entdecke ich dabei.

3,5 Kilometer geht die Tour nun an der Weser entlang und in Polle kommt nun der Anstieg zum Köterberg, besser gesagt fast. Die Fahrt bis zur Höhe wäre bestimmt ein Highlight dieser Tour gewesen. So aber führt die Strecke über Humersen, Falkenhagen nach Rischenau, wo auch die 3. Kontrolle aufgebaut ist.

Es geht weiter nach Westen und auf fast autofreien Strassen führt uns die Strecke nach Steinheim. Immer wieder stellen sich uns kurze Anstiege in den Weg, aber alle sind nicht steiler als 6-7%.  Nach 157 Kilometern ist die 4. Kontrolle in Wellentrup.

Der Marathon nimmt nun die Richtung auf Detmold zu. Aber kurz vor der Stadt geht es in Vahlhausen rechts ab und der Ort wird elegant umfahren. Durch die kleinen Ortschaften Loßbruch und Heiden geht es auch hier wieder nicht durch Lage hindurch, sondern auf sehr kleinen und fast unbefahrenen Strassen  um Lage herum.  In Pottenhausen ist die 5. Kontrolle. Die letzten 15 Kilometer sind dann nicht mehr sehr anspruchsvoll und durch Industriegebiete hindurch führt uns die Marathonstrecke nach Bielefeld-Heepen zurück. 

Fazit:

Wie schon in den vergangenen Jahren, waren die Auffahrt nach Kleinenberg und die Abfahrt zur Weser für mich die Höhepunkte der Tour. Die Verpflegung war guter RTF-Standart und reichte völlig aus. Hier gibt der Veranstalter ein gutes Beispiel dafür, dass ein Radmarathon nicht 20 Euro und mehr kosten muss. Daran sollten sich die Veranstalter einmal in Süddeutschland ein Beispiel nehmen und nicht am Ötztalmarathon.

Ich denke einmal 200 MarathonteilnehmerInnen haben eine schöne Veranstaltung erlebt. Auch wenn im Ziel die Würstchen und Cola ausgingen. Wobei Würstchen ja noch nachgeholt wurden.
Ein kleiner Mangel sollte vielleicht noch abgestellt werden. Immer wieder kam es vor, dass vor einem Abzweig zwar ein Schild angebracht war, im Abzweig selbst fehlte es aber. So kam es immer wieder zu Irritationen.

Ansonsten ist der Bielefelder Radmarathon eine Veranstaltung die ich immer wieder gerne fahre.

Distanz:
198 km

Höhenmeter:
1980 Meter


Streckenplan

Bi-Heepen
Bi-Milspe
Lockhausen
Knetterheide
Wülfer
Pottenhausen
Sylbach

Lieme K 1

Hörstmar
Wahmbeck
Wiembeck
Voßheide
Wendlinghausen
Betzen
Bega
Sommersell
Blomberg

Eschenbruch K 2

Lügde
Großenberg
Lichtenhagen
Ottenstein
Brevörde
Polle
Hummersen

Rischenau K 3

Köllerbeck
Lothe
Steinheim
Ottenhausen
Belle
Reelkirchen

Wellentruo K 4

Vahlhausen
Brockhausen
Lossbruch
Heiden
Hardissen
Hagen
Waddenhausen

Pottenhausen K 5

Greste
Asemissen
Bi-Ubbedissen
Bi-Heepen


 


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Bielefeld 2004

Am vergangenen Sonntag habe ich Hans-Ullrich, er wohnt in Wuppertal, angeboten ihn nach Bielefeld zum Marathon mitzunehmen. Leider fährt heute am 1. Mai, zu so früher Stunde, noch kein Zug in unsere Richtung. So stehen wir schon um 4:00 Uhr auf, um ihn aus Wuppertal abzuholen.

Ach ja, wir! Astrid fährt ab Freitag wieder, nach ihrem Unfall, zum ersten mal mit dem Rennrad. Ihre Schulter ist wohl schon verheilt. Sie fährt schon am Freitag die Interland-Trofee in Horst (NL). Dorsten wird also sausen gelassen und sie fährt mit nach Bielefeld. Um 8:00 Uhr treffen wir dort ein und fahren pünktlich los.

Da Astrid erst sehr langsam fährt, sie ist noch k.o. von gestern, entfernt sich das Feld von uns. Im Feld fahren einige Bekannte aus dem Paderborner Raum und wir unterhalten uns ein wenig.

Die Tour ist noch flach und wir rollen so dahin. Astrid haben wir mittlerweile zurückgelassen und sind nun sehr schnell unterwegs. Die eine und andere Gruppe holen wir ein und an jedem Anstieg, ich fühle mich sehr gut, mache ich einen Bergsprint. Die Tour ist nach der 1. Kontrolle hügeliger geworden und das Fahren macht so richtig Spaß. 2 Kilometer nach der zweiten Kontrolle kommt der schönste Anstieg der Tour. Ab Lügde geht es hoch nach Großenberg. Oben mache ich ein paar Fotos von den Radlern.

Weiter geht es, auf einer wunderschönen und fast autofreien Serpentinenstraße, geht es hinunter zur Weser.  Ab Polle erwartet uns der Aufstieg zum Köterberg. Hans-Ullrich ist seit Großenberg vorgefahren und ich sehe ihn erst im Ziel wieder. Da ich von den ganzen Bergsprints ziemlich geschafft bin und nun alleine fahre, trödele ich den Köterberg hinauf.

Auf halber Höhe kommt eine Frau und ein Bekannter aus Hamm an mir vorbei. Das ermuntert mich wieder Fahrt aufzunehmen und ich begleite sie nach oben. Das Tempo schaukelt sich dabei immer höher und auf den letzten Metern muss ich die Frau ziehen lassen. Zusammen mit meinem Hammer Begleiter verfahren wir uns kurz nach der 3. Kontrolle in Rischenau.

Kurz nach der Kontrolle übersehen wir wohl ein Richtungsschild und bemerken den Irrtum erst nach ca. 7 km. Eine Strecke die uns wieder auf den Marathonkurs bringt kennen wir nicht und so geht es wieder zurück.. Das hat viel Zeit gekostet und so erfahre ich an der 4. Kontrolle  dass Astrid schon durch ist.

Es klappt wohl wieder besser bei ihr. Nun muss ich auch meinen Begleiter aus Hamm ziehen lassen, denn mein Akku ist völlig leer und der Rest der Tour wird zur Qual. An der letzten Kontrolle sind die Helfer schon beim Abbau. Nun hänge ich mich noch ein Stück des Weges an einen anderen Radler dran doch nach einigen Kilometern muss ich auch ihn ziehen lassen. Nach langen 213 Kilometern komme ich endlich ins Ziel. Astrid ist schon geduscht und wundert sich das ich jetzt erst komme. Hoffentlich läuft es morgen in Wipperfürth besser.  

Die Veranstaltung ist mit 6 € fast schon zu preiswert im Vergleich zu anderen und uns hat nichts gefehlt. Auch die Ausschilderung ist gut, nur zwischen der 3. und 5. Kontrolle befinden sich allerdings auf langen Teilstücken sehr wenige Schilder.


 

Bielefeld 2003

Es sind Schauer und heftige Winde für heute angesagt, also starten wir in unserem Winteroutfit mit Überschuhen, Beinlingen und Regenjacke. Kurz nach dem Start, wir sind diesmal pünktlich, Dirk haben wir schon auf der Autobahn getroffen, erspähen wir Jürgen aus Alsfeld. Nach einem großen Hallo beschließen wir zusammen zu fahren. Es geht trocken über Pottenhausen, Sylbach nach Liemealles. Hier finden wir auch die 1. Kontrolle. Die Strecke ist bisher fast flach, was sich von nun an aber ändern soll.   

Über Wendlinghausen geht es mitten hinein in die wunderschöne Hügellandschaft. Nach Bega und Blomberg erreichen wir Eschenbruch und die zweite Kontrolle. Ab hier geht es direkt nach Lügde und es kommt was kommen soll. Vor fast 8 Jahren war ich schon mal hier und von dem Anstieg nach Kleinenberg begeistert. Ich hatte mir gewünscht ihn eines Tages fahren zu können und hier ist er nun. Es geht hoch und hoch und hoch. Ich werde zwar von einigen überholt, aber ich will mein Tempo nach oben fahren. 

In Richtung Polle folgt nun eine hervorragende Abfahrt zur Weser hinab. Nun kommt ein weiterer Anstieg zum Köterberg, vor ihm hat Jürgen einigen Bammel. Auf der Hälfte zum Gipfel biegen wir aber links ab nach Rischenau, wo uns die dritte Kontrolle erwartet. Hier ziehe ich nun auch meine Füßlinge aus. Die Regenjacke und die Beinlinge habe ich schon vorher abgelegt, denn wir haben mittlerweile 23° Celsius.

Von nun an folgen einige Wellen die aber alle gut zu fahren sind. In Ottenhausen dann der Hammer, vor uns alles schwarz und kaum habe ich meine Fuß-, Beinlinge und Regenjacke an, ein kurzer, aber umso heftigerer Weltuntergang. Wind noch und noch. In Wellentrup erreiche ich dann die 4. Kontrolle. Astrid und Jürgen sind schon da, sie haben sich nicht umgezogen und erwarten mich mit den Worten "hasse Dich untergestellt?". Die folgenden kleinen Wellen kann man in die Kategorie ausfahren einordnen. 

Es geht dann erst einmal schön bergab über Heiden Hagen Waddenhausen bis zur letzten Kontrolle bei km 182 in Pottenhausen. Auf dem letzten Teilstück bekommen wir dann noch einen kurzen Guss ab. Aber die ersten Ortsschilder  von Bielefeld zeigen uns das nahende Ende der Tour an. Nachdem Astrid an einer kleinen Welle abfällt und auch Jürgen reklamiert nun langsamer zu fahren, tue ich Ihnen den Gefallen. Aber kaum haben sie sich erholt, geben sie wieder Stoff. Ich lasse sie fahren, denn ich habe mich schon aufs Ausfahren eingestellt und rolle nun locker ins Ziel.

Meine Bewertung zur Strecke: Es ist eine landschaftlich wunderschöne, verkehrsarme Tour bei der sich Anstiege und Flachstücke (auch schön zu fahrende Wellen) ablösen. Eigentlich gehe ich ja nicht auf die Verpflegung ein, aber für 6€ gibt es alles was man sich an Verpflegung vorstellen kann. Bananen, Brote mit Nutella, Rosinenbrote und sogar Kuchen.

Ohne Wind zählt er zu einem der schönsten Marathons.

Hermann

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