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Radmarathon Bad Hersfeld
 

1-5 | 6-10 | 11-15 | 16-20

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Bad Hersfeld 2005

Zum ersten Mal nehmen wir am Bad Hersfelder Radmarathon teil. Wir sind von der RTF in Darmstadt sofort dorthin gefahren. Leider finden wir den Startort nicht. Ausschilderung vom Ortseingang aus ist nirgendwo zu erblicken. Leider ist im Breitensportkalender keine Strasse mit angegeben, so wäre es mit unserem Routenplaner ein leichtes Spiel.

Die Geistalhalle scheint in Bad Hersfeld auch niemand zu kennen. So fahren wir nach der Stadthalle auch das ausgeschilderte Freizeitbad an, doch auch hier Startort: Fehlanzeige.  Der Anruf beim Veranstalter bringt zuerst auch keine Hilfe, seine Frau meint, es wäre ausgeschildert. Erst die genaue Ortskenntnis und die präzise Streckenbeschreibung eines Mitarbeiters des Freizeitbades, führt uns zum Startort. Unser Tipp für die Veranstalter, das betrifft viele andere auch: Bitte gebt nicht nur die Schule, Freibad oder so etwas, sondern auch die Strasse des Startortes mit an. Dann hilft ein Routenplaner immer weiter.

Damit ist aber auch schon alles Negative aufgezählt.

Leider ist für den Veranstaltungstag sehr schlechtes Wetter vorhergesagt. Die ganze Nacht hören wir, wie der Regen auf unser Wohnmobil prasselt. Wir befürchten eine weitere Regenfahrt. Doch morgens hört der Regen auf und es bleibt die ganze Fahrt über trocken. Am Start sehe ich vom weitem schon Peter aus Solingen. Er ist mit Norbert aus Dortmund angereist und möchte den Hessencup fahren. Gestartet wird in einem Block und der Veranstalter ist bemüht, was ihm auch gut gelingt, die Strassen, bei verlassen der Stadt, zu sichern. Das Feld entfernt sich wie immer schnell von uns, auch Peter und Norbert ziehen an uns vorbei. Na ja, sie fahren in einer anderen Klasse.

Wir sind in einer kleinen Gruppe mit drei weiteren Fahrern und verlassen Bad Hersfeld in südlicher Richtung. Ein kurzes Stück wird die, heute morgen noch fast autofreie B62 befahren und wir befinden uns anschließend auf sehr kleinen verträumten Strassen wieder. Die Tour ist bis zur 1. Kontrolle völlig flach. Nur ein kurzer Hügel stellt sich uns bis dorthin in den Weg. Ich merke, dass es bei mir heute wieder besser läuft. Die schweren Beine von gestern gehören der Vergangenheit an. Immer wieder werden abgelegene, sehr kleine Wirtschaftswege oder Nebenstrassen genutzt. Aber alle sind in einem sehr guten Zustand und flüssig zu fahren.
Leider sind immer wieder die Richtungsschilder an der linken Strassenseite angebracht. Da ist vor allem ungünstig wenn die Tour in einen unscheinbaren Nebenweg führt. Da sollten die Schilder doch an der rechten Strassenseite angebracht sein. An der ersten Kontrolle treffen wir auch den Veranstalter aus Oppershofen. Er hat leider einen Reifendefekt. Auch Norbert und Peter sehen wir hier zum letzten Mal auf der Tour. Erst im Ziel und bereits geduscht, treffen wir sie wieder. An der Kontrolle fällt die Vielfalt des Verpflegungsangebotes auf, ich glaube, da müsste für jeden etwas dabei sein.

Wir setzen unsere Fahrt alleine fort und trotz bedrohlich aussehendem Himmel fällt kein Tropfen Regen. Kurz nach der Kontrolle beginnen die ersten Anstiege. Die Höhendifferenzen, die zu überwinden sind, betragen aber alle nicht mehr wie 80-100 Meter. Kurz nach Sanlofs beginnt der erste kleine Anstieg. Aber Anstieg ist hier nicht die richtige Bezeichnung. Es sind wellige Landschaftsformationen. Ab Kirchhasel wird es dann ein wenig anspruchsvoller. In Neuwirtshaus kommen wir auf die B84, die steigt aber sofort an und beim verlassen der Bundesstrasse nach ca. 3 Kilometern haben wir einen Höhengewinn von 100 Meter zu verzeichnen.

Es geht aber sofort wieder hinunter und unten im Ort ist die 2. Kontrolle aufgebaut. Wir sind in Grossentaft. Die Strassen sind hier herrlich einsam und in Grüsselbach beginnt das nächste Steigungsstück. Es führt uns hinauf nach Rasdorf. Nachdem wir Geisa durchfahren haben, steigt die Strasse wieder kräftig an und es geht hinauf nach Oberalba. Hier werden 500 Meter über NN erreicht.

Die folgende Abfahrt bringt uns zur Kontrolle nach Dernbach. Auch an dieser Kontrolle sind wir von der Vielfalt des Nahrungsangebotes angetan. Die Schleife die nun zu durchfahren ist, führt uns in den Thüringischen Teil der Rhön. Über Kaltennordheim und Kaltensundheim kommen wir am Speicher Grimmelbach zum höchsten Punkt der Tour. 530 Meter über NN. Oberkatz und Unterkatz sind die nächsten kleinen Ortschaften an der Strecke. Die Strassen sind hier sehr gut und immer wieder findet der Veranstalter für seinen Marathon sehr kleine abgelegene Strassen.

Es geht hier ständig auf und ab und nach 126 Kilometern sind wir zum 2. Mal an der Kontrolle in Dernbach. Leider wird die Tour auf den folgenden 18 Kilometern über die B 284 geführt. Es fahren hier zwar nicht viele Autos, aber diese viel zu dicht und zu schnell an uns vorbei. Wir durchfahren dabei Stadtlengenfeld und Dietlas. Erst nach Dorndorf verlassen wir die Bundesstrasse wieder und befinden uns sofort in fast unberührter Natur wieder.  Leider auch auf einer Kopfsteinpflasterstrasse.  Auf ihr geht es 5 Kilometer den Berg hinauf. Zum Glück ist es nicht das ganz grobe Kopfsteinpflaster wie es in Belgien zu finden ist. Oben auf dem Hügel vor Gospenroda sehen wir schon vom weiten den riesigen Kaliberg in Heringen an der Werra. Seine unwahrscheinlichen Ausmaße sieht man erst im Ort unten an der Werrabrücke. 

Die wunderschön im Schlosshof von Friedewald gelegene Kontrolle erreichen wir nach 177 Kilometern. Hier haben sich auch sehr viele Helfer der ersten Kontrollen hinbegeben, nachdem ihre Aufgaben dort erfüllt waren. Eine lange Waldpassage führt uns parallel zur A 4  nach Honebach. Die Landstrasse 3251 bringt uns über die Autobahn nach Ronshausen. Kurz nach dem Ort biegen wir links ab und befinden uns auf einer kleinen Uferstrasse die uns zwischen dem Fluss Fulda und der Eisenbahnstrecke nach Blankenheim führt.  Über diese kleine Nebenstrasse geht es nun immer leicht bergauf nach Meckbach. Eine zusätzliche Getränkeversorgung des Veranstalters die hier aufgebaut ist, ist für uns nicht mehr von Nöten. Meklar ist der nächste Ort der Tour. Schon kurz danach kommen wir in Friedlos zur B27.  Diese führt uns wieder nach Bad Hersfeld und nach 214 Kilometer ins Ziel.

 

Fazit:
Wir haben bei der Waldhessenrundfahrt einen sehr schönen Radmarathon erlebt. Die Strassen die der Veranstalter für uns ausgesucht hat,  ist er bestimmt schon selbst gefahren. Auf jeden Fall hat er ein gutes Händchen in der Auswahl der Strassen bewiesen. Auch an den Kontrollen merkte man, dass er das gesamte Startgeld reinvestiert hatte. Die Beigabe der Wasserflasche und der Wertmarke für das Essen ist selbst für 10 bzw. 13 Euro inkl. Nachmeldung, als günstig zu bezeichnen. Schade, dass diese schöne Tour nicht mehr Teilnehmer erlebt haben, sie haben was versäumt.

 

Distanz:
214 km

Höhenmeter:
1980 Meter


Streckenplan

 

Bad Hersfeld
Kohlhausen
Kerspenhausen
Mengshausen
Solms
Unterschwarz

Queck K 1

Sandlos
Hechelmannskirchen
Großenmoor
Rothenkirchen
Steinbach
Roßbach
Neuwirtshaus

Großentaft K 2

Treischeid
Grüsselbach
Rasdorf
Geisa
Bremen
Geblar
Oberalba

Dermbach K 3

Neidhardshausen
Diedorf
Kaltennordheim
Aschenhausen
Oberkatz
Unterkatz
Oepfershausen
Friedelhausen
Hümpfershausen
Eckhardts
Roßdorf
Wiesenthal

Dermbach K 4

Weilar
Stadtlengsfeld
Menzengraben
Dietlas
Dorndorf
Springen
Gospenroda
Abteroda
Heringen
Herfa

Friedewald K 5

Hönebach
Ronshausen
Weiterode
Meckbach
Mecklar
Friedlos

Bad Hersfeld


 


 


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