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Radmarathon Aurich (Achter de Dieken)

1-5 | 6-10 | 11-15 | 16-20 | 21-25 | 26-30 | 31-35 | 36-40 | 41-42

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07.08.2004

An diesem Samstag wird nur ein Radmarathon angeboten, der in Deutschlands Norden, in Aurich. Wir fahren schon am Freitagmittag dorthin. Am Startort sind schon einige andere Radsportverrückte zu sehen. Am Abend erkunden wir ein wenig die Stadt.

Der Start ist für 9:00 Uhr ausgeschrieben, also können wir ein wenig länger schlafen. Die erste Überraschung erwartet uns bei der Anmeldung. 6 Euro Startgeld wird hier verlangt, endlich einmal ein Veranstalter der keine Abzockerpreise nimmt. Am Start treffen wir Frederike und Ingo aus unserem Verein. Sie sind schon ein paar Tage hier oben im Norden und haben schon einige Permanente gefahren. Auch Werner aus Gevelsberg treffen wir. Er fährt in Aurich jedes Jahr und ist begeistert von der Veranstaltung.

Ca. 420 StarterInnen haben sich eingefunden, darunter 77 MarathonfahrerInnen. Der erste Knackpunkt ist das Überfahren einer Bundesstraße. Sie ist durch eine Fußgängerampel geregelt und das Feld reißt natürlich sofort auseinander. Leider sehen wir auch viele RadlerInnen bei Rot über die Ampel fahren, wenn das so vom Veranstalter gewollt ist? Ich weiß nicht, die bessere Lösung wäre doch den Überweg für drei Minuten durch die Polizei zu sperren.

Die Tour führt uns mit Rückenwind zuerst nach Westen. Über gute und wenig befahrene Straßen kommen nach 28 Kilometern nach Greetsiel und zur ersten Kontrolle. Schon von weitem sehen wir die beiden, uns von Kalenderblättern schon bekannten Windmühlen. An der Kontrolle gibt es trotz des niedrigen Startgeldes alles was das RadlerInnenherz benötigt, vor allem ein großes Obstangebot. Weiter führt uns die Strecke in nördlicher Richtung. Da ich hinter dem seitlich von uns liegendem Deich den Jadebusen vermute, machen wir einen kleinen Abstecher, um oben auf dem Deich aufs Wasser zu sehen. Doch leider sehen wir dort nur eine nicht enden wollende Wiesenlandschaft.

Kurz vor Norddeich kommen wir zur 2. Kontrolle und die ist direkt am Nordseedeich. Also nichts wie nach oben, aber es ist gerade Ebbe und so sehen wir nur das Wattenmeer. Weit draußen können wir Norderney erkennen. Wir fahren nun mitten durch Norddeich. Schade, dass uns die Tour nicht durch den Hafen führt, das wäre dann ein richtiger Höhepunkt. Wir fahren weiter die Küste entlang, ohne, dass wir das Wasser zu Gesicht bekommen.

Die Tour verläuft mittlerweile in östliche Richtung woher auch der Wind kommt. Daher ist Gruppenfahren angesagt, den Gegenwind können wir so einigermaßen ertragen. Kurz nach Dornumersiel geht es südlich und der Seitenwind ist halb so schlimm. Wenn da nicht die  schäbigen Pflasterabschnitte wären. Wir werden so immer öfter richtig durchgeschüttelt. Kurz vor Utarp sind wir an der 3. Kontrolle, auch sie ist gut bestückt. Es dauert nicht lange und der Gegenwind hat uns wieder.

Wir fahren nach Osten und wir Glauben der Wind hat noch zugenommen. In Ardorf ist die Kontrolle 4 und 6 aufgebaut, wir fahren nun in die Marathonschleife und müssen wieder hierher zurück. Leider wird die Strecke nun öde und langweilig. Viele lange Geradeauspassagen sind nun zu befahren, zum Glück haben wir einige MitstreiterInnen bei uns, so ist wenigsten etwas Abwechselung gegeben.

Vor der 5 Kontrolle hat sich der Veranstalter wohl extra für die Marathonis etwas ganz gehässiges einfallen lassen. Die Straße ist auf über einem Kilometer Länge mit scheiß Hollandklinker gepflastert. Wir werden so richtig durchgeschüttelt, wer hier langsam fährt, ist wohl noch schlimmer dran. An dieser Kontrolle wird viel Obst und sogar Milchreis angeboten. Weiter geht es, jetzt allerdings mit Rückenwind, durch eine wenig aufregende Landschaft über Reepsholt nach Ardorf zurück. An der Kontrolle trinke ich mir im gegenüberliegenden Wirtshaus eine Cola.
Ich habe auf dem letzten Stück ganz schön abgebaut und Astrid ist immer öfter in der Führung. Die Straßen werden nun noch eintöniger und scheinen uns bis zum Horizont zu führen. Meine Fußsohlen brennen nun mächtig und an einem Friedhof halte ich die Füße unter kaltes Wasser. Es hilft sofort und beschwerdefrei geht die Fahrt weiter. Wir fahren nun schon eine ganze Zeit alleine und der Rückenwind treibt uns schnell voran. Die Tour ist mit grünen Pfeilen auf der Straße markiert. Es lässt sich damit ganz gut fahren, aber in Aurich lassen wir uns durch die Schilder zum Start irritieren und folgen ihnen so auf die viel befahrene Bundesstraße durch die ganze Stadt, um zum Ziel zu gelangen. Erst Im Ziel werde ich, nach meiner Beschwerde beim Veranstalter darüber aufgeklärt, dass die grünen Pfeile auf der Straße uns bis zum Ziel geführt hätten.

Fazit: Für 6 Euro Startgeld hat der Veranstalter, verpflegungstechnisch, alles an den Kontrollen aufgefahren was so für das Radfahren benötigt wird. Leider sagt uns das Fahren auf dem flachen Lande nicht so zu, aber wer's mag, der findet hier eine gut zu fahrende und organisierte Veranstaltung vor. Wir haben viele begeisterte Stimmen dazu gehört. Wir denken, wir aber werden das letzte Mal hier oben gewesen sein. Höchstens einmal mit dem Hollandrad wird man uns hier wieder sehen können. Die RSG Herne bekommt im Ziel für 4 teilnehmende Marathonis als stärkste Gruppe einen Pokal überreicht.

Nach gefahrenen 198 Kilometern zeigt unser HAC ganze 64 Höhenmeter.

 

Distanz:
198 km

Höhenmeter:
100 Meter


Streckenplan

Aurich
Victorbur
Marienhafe
Groß-Buschhaus
Wirdum
Gimersum
Eilsam
Greetsiel
Itzendorf
Norddeich
Ostermarsch
Dornumersiel
Westerbur
Roggenstedde
Narp
Westerholt
Wilmsfeld
Nord-Dunum
Burhafe
Tannenkamp
Heglitz
Borgholt
Leerhafe
Rispel
Sandelermoens
Sandel
Clervens
Jever
Heidmühle
Schortens
Lopsum
Respolt
Wiesedermeer
Schultenhausen
Borgholt
Ardorf
Spekendorf
Pfalzdorf
Plaggenburg
Sandhorst
Aurich
 


 


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