RTF, Radmarathon, Pässe und mehr

Radmarathon Alpirsbach SURM
 

1-5 | 6-10 | 11-15 | 16-20 | 21-25 | 26-30 | 31

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SURM Teilnahme 2004

Als letzten Marathon der Saison haben wir uns den Schwarzwald-Ultra-Rad-Marathon ausgesucht. Nachdem wir am Samstag nach der RTF in Sundern noch mit Peter zusammen gesessen haben, kommen wir erst sehr spät los. Nach einer langen Autobahnfahrt suchen wir uns, ca. 20 Kilometer vor Alpirsbach, einen ruhigen Parkplatz zum übernachten.

Sonntag: Unser Wecker wirft uns um 5 Uhr aus den Federn. Schnell was gefrühstückt und auf zum Startort. Es sind schon viele Autos unterwegs so früh, fast alles Kombis mit Rennrädern.

Ein Parkplatz ist schnell gefunden, die Räder ausgepackt und nichts wie hin zur Anmeldung. Ralf aus unserem Verein suchen wir dort vergeblich. Wir haben seinen Windbreaker am vergangenem Wochenende in Altdorf vom dortigen Veranstalter bekommen. Er hatte ihn bei seinem Fahrraddefekt im Servicefahrzeug liegen gelassen. Wir geben ihn bei der Anmeldung ab. Diese verläuft selbst problemlos. Am Start treffen wir auch noch Walter aus Dortmund sowie die Katja und Peter von den Kettwigern.

 

Am Start um 7 Uhr haben sich ca. 800 Radsportbegeisterte aufgestellt. Es wird in Blöcken mit ca. 50-60 RadlerInnen gestartet. Jede Minute wird ein Block losgeschickt. Kaum unterwegs sehen wir auch Ralf. Wir erzählen ihm wo sich seine Jacke befindet und fahren ein Stück zusammen. Am ersten Anstieg fliegt das Feld natürlich sofort auseinander. Er beginnt bei km 16 und ist 2,3 Kilometer lang.

Der Höhenunterschied beträgt hier 166 Meter. Astrid habe ich aus den Augen verloren, sie muss wohl hinter mir sein und so nehme ich mir Zeit, an dem Anstieg ein paar Fotos zu machen.
Auch nach der Abfahrt, am nächsten Anstieg nach Kniebis , ist sie noch nicht zu sehen. Er beginnt bei km 40 und ist  5 Kilometer lang. Hier sind schon 330 Höhenmeter zu überwinden. 

Im Anstieg treffe einen Georg aus Achem. Wir hatten uns schon in Altdorf kennen gelernt. Er erzählt mir, dass Astrid noch hinter uns ist. Wir fahren eine Zeit zusammen. Auf diesem Wege schöne Grüße aus Herne.
Oben lasse ich ihn aber ziehen und warte auf Astrid. Es dauert nicht lange und sie kommt. Zusammen erreichen wir die erste Kontrolle in Obershammerbach. Hier ist anscheinend der Geburtsort der Kabeltrommeln. In dem Holzverarbeitendem Betrieb ist die Kontrolle aufgebaut. Als erstes fluche ich über meine Trinkflasche, die alte hatte ich in Altdorf an einer Kontrolle stehen lassen, und diese geht einfach nicht auf.

Erst mit roher Gewalt kann ich den Deckel öffnen und sie wieder füllen. Dieses Spiel wird sich an allen Kontrollen wiederholen. Ich beschließe, sie nach unserer Ankunft zu entsorgen. Einer der schwersten Anstiege der Tour ist für mich der nach der langen Abfahrt folgende. Er ist zwar nur 3 Kilometer lang, hat aber eine mittlere Steigung von über 9% aufzuweisen.

In Steinach beginnt bei km 90 der Anstieg nach Biederbach. Hier war auf  der Höhe der L 103, die erste Kontrolle des symBadischen Radmarathons. Wir fahren aber weiter aufwärts. Oben in Biederbach ist die zweite Kontrolle aufgebaut. Auch hier ist die Auswahl des Verpflegungsangebotes sehr vielfältig mit Kuchen, Obst, Schokolade, Jogurt usw. 

Die anschließende Abfahrt lässt sich gut fahren. Bei Kilometer 120 beginnt in Waldkirch der Anstieg zum Kandel. Astrid ist mir beim Fotografieren entwischt, zudem rutscht mir mein Brustgurt dauernd runter. Ich beschließe, ihn erst einmal wieder richtig einzustellen.
Es dauert länger wie ich dachte und ich mache mich auf die Verfolgung von Astrid. Ich rechne damit, sie bei einer Höhe von 900 Metern über NN einzuholen. Pustekuchen.

Ich sehe sie erst oben an der Kontrolle wieder. Der gesamte Anstieg ist eigentlich gut zu fahren. Steilstücke  mit bis zu 15 % wechseln sich immer wieder mit Teilstücken die längere Zeit nur 5% aufweisen ab. Nach oben hin wird es aber insgesamt ein wenig flacher. Die Abfahrt führt uns hinunter nach St. Peter. Von hier geht es aber gleich wieder bergan nach St. Märgen auf 859 Meter über NN. Nach ein paar Wellen kommen wir zur Kalten Herberge an die Kontrolle 4. 

Auch wenn im folgenden Teilstück noch einmal 12% Steigung erreicht werden, sie tun uns nicht mehr weh, denn sie sind alle nicht lang. Kurz nach St. Georgen kommen wir nach einem weiteren kurzen Anstieg zur Kontrolle 5. Hier treffen wir auch Angela aus Stuttgart. Wir halten uns nicht lange auf und setzen unsere Fahrt fort, dachte ich, aber Astrid verpasst ihren Einsatz und ich sehe sie weit hinter mir. Ich mache erst einmal ordentlich Tempo.

Bei km 210 lasse ich aber die Beine hängen und möchte ausfahren. Schon schießt Astrid mit einer Gruppe an mir vorbei. Nachdem ich mich kurz dran hänge, aber dann auch für das Tempo sorge und merke, dass einige nicht mehr so richtig mitkommen, setze ich meinen Plan um und lasse sie ziehen. Bis zum Ziel, es geht fast nur noch abwärts, lasse ich ausrollen. Es fängt leider noch leicht an zu nieseln. Die Abfahrt nach Alpirsbach ist aber noch gut zu fahren.

Am Wohnmobil angekommen, hat Astrid schon ihr Rad verstaut und ist duschen. Reibungslos ist auch die Abfertigung am Ziel. Ohne Kontrolle des Armbandes, an ihm wurden an den Kontrollstellen Markierungen angebracht, werden die 5 Punkte in den Wertungskarten eingetragen. Bekannte sind im Zielbereich nicht mehr zu sehen, sie werden wohl morgen arbeiten müssen und sind sofort abgereist. Wir haben noch 2 Tage Urlaub und verbringen sie im Schwarzwald.

 

Fazit:

Der SURM ist wohl in vielem vorbildlich. Wie z.B. in der Ausschilderung. Die Schilder sind recht groß, im leuchtfarbenden Rot und auch an den richtigen Stellen. Dazu kommen die zahlreichen HelferInnen an der Strecke, sie hielten uns sogar die Straße frei. Ich denke, mit dem längsten Anstieg in der deutschen Radmarathonszene, auf 12,6 Kilometer sind am Kandel 861 Höhenmeter zu überwinden.  Aber wir denken, dass die Kaltenbronner Wand, beim Magstädter Radmarathon schöner zu fahren ist, schon alleine wegen der Ausblicke. Leichter ist sie mit Sicherheit nicht.

Ganz gut finden wir auch den Kleiderservice an der ersten und zweiten Kontrolle. Hier bietet der Veranstalter die Möglichkeit, die wegen den steigenden Temperaturen überflüssig gewordenen Kleidungsstücke zum Startort zurückbringen zu lassen. Auch bei der Verpflegung gibt es nichts zu kritisieren.  Die Startnummernschilder sind eine schöne Erinnerung und das  Trikot, farblich nicht unbedingt unser Geschmack (vorwiegend grau), werden wir stolz tragen.

Die 48 Euro Startpreis halten wir, auch inklusive Trikot, für total überzogen, obwohl hier deutlich mehr geboten wird als bei vielen Super Cup's.  Leider haben wir gerüchteweise gehört, dass dies der letzte SURM gewesen Es wäre schade, wir würden bestimmt Stammgäste dieser Veranstaltung werden.

Hermann

Distanz:
233 km

Höhenmeter:
3650 Meter


Streckenverlauf

Alpirsbach
Schenkenzell
Reinerzau
Zwieselberg
Bad Rippoldsau
Kniebis
Bad Griesbach
Bad Peterstal
Oberhammersbach
Kirnbach
Unterhammersbach
Zell am H.
Unterentersbach
Steinach
Welschensteinach
Biederbach
Elzach
Katzenmoos
Oberwinden
Windenbach
Bleibach
Siensbach
Waldkirch
Kandel
Sankt Peter
Sankt Märgen
Waldau
Kalte Herberge
Neukirch
Schönenbach
Rohrbach
Brichbach
Sankt Georgen
Peterszell
Hardt
Mariazell
Eschbronn
Dunningen
Seedorf
Waldmössingen
Winzeln
Fluorn
Peterzell
Reutin
Alpirsbach

 


 


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