RTF, Radmarathon, Pässe und mehr

Passauffahrten und andere Anstiege mit dem Rennrad 

Italien
1-5 | 6-10 | 11-15 | 16-20 | 21-25 | 26-30 | 31-34

00 Abruzzo_Vado_di_Sole.jpg 01 Auffahrt zum Campo Imperatore von San Stefano PICT8150.jpg 02 Crono Grande PICT9719.jpg 03 Campo Imperatore PICT8170.jpg 04 Pizerria auf dem Campo Imperatore Werkstags PICT8173.jpg  

 

Auffahrt:

Vado di Sole
Ostauffahrt


Italien Apennin Rennradauffahrt zum Vado di Sole
auf einer größeren Karte anzeigen

Region:

Startort:

Ankunft:

Streckenlänge:

Passhöhe über NN:

Höhendifferenz:

Steigungsrate Ø:

Steigung max.:

Apennin / Gran Sasso

Farindola

Vado di Sole

20,8 km

1640 m

1304 m

5,9 %

12 %


Beschreibung:

Vorwort:

Der Nationalpark Grand Sasso d’Italia liegt östlich von Pescara. Er beherbergt die höchste Gebirgskette des Apennins mit der höchsten Erhebung, dem Crono Grande 2912 Meter.

Es gibt aber noch eine Besonderheit: die riesige Hochebene Campo Imperatore. Sie erstreckt sich auf einer Höhe von 1500-1900 Metern über NN, hat eine Ostwest-Ausdehnung von 15 km und Nordsüd-Ausdehnung von 1-5 km. Im Norden wird sie von schneebedeckten Bergen begrenzt und nach Süden hin sind diese schneelos und ein wenig niedriger.

4 Auffahrten gibt es zum Campo Imperatore.

Im Nordosten beginnt sie bei Farindola am Fluss Tavo auf einer Höhe von 300 Metern und hat ihren Höhepunkt am Vado di Sole mit 1638 Metern.

Als Startort im Südosten haben wir den relativ niedrig liegenden Ort Ofena (540 m) ausgesucht. Hier führt die Auffahrt über Santa Lucia und Castel Monte zum Valico di Capo la Sera (1600 Meter).

Von Ofena kann man aber auch die wunderschöne Serpentinenauffahrt (Südwesten) über Calascio, San Stefano zum Mte. Corre d’Antonio (1639 m) unter die Räder nehmen.

Schließlich wählten wir als Startort im Westen die Straßengabelung der SR17bis an der Autobahnausfahrt Assergi (1000 Meter).  Hier führt der Anstieg über den höchsten Punkt bei Fasso di Paganico (1770 m).

Alle 4 Auffahrten sind unterschiedlich und haben ihren eigenen Charakter.

Die 15 km lange Fahrt über die Hochebene sollte man aber auf keinen Fall auslassen.


Die Auffahrt zum Vado di Sole ist eine der Längsten im Nationalpark Gran Sasso.

Wir starten an der Flussbrücke der Tavo, 3,5 km unterhalb von Farindola. Der erste Kilometer ist eine Aufwärmübung, denn die Steigung beträgt nur 4-5%. Unser Blick geht nach vorne und nach oben. Dort baut sich eine Wand aus Fels und dichtem Baumbestand auf. Es wird unser längster Anstieg in Italien sein.

Schön hebt sich im Vordergrund  das Örtchen Farindola ab. 6,3 % beträgt die Steigung auf dem 2. Kilometer. Die Straße schlängelt sich dabei an einigen Häusern vorbei. Am Ortschild von Farindola zieht die Steigung an und in 2 engen Kehren wird der Ort passiert. Bei km 5 ist der Straßenabzweig der SP 72 und der Passstraße zum Vado di Sole erreicht.

Diese Straßengabelung ist sehr unübersichtlicht und die Vorfahrt ist nicht eindeutig geregelt, so ist beim Einbiegen nach links auf die Passstraße größte Vorsicht angesagt.

Kaum sind wir abgebogen, geht der Straßenverkehr auf 0 zurück und so können wir im unteren Teil der Passstraße, bei noch baumloser Landschaft, die Ausblicke ins immer tiefer liegende Tal genießen.

Die Straße wird kurvenreicher und nur einige Ferienhäuser sind am Straßenrand zu sehen. Der letzte Kilometer war deutlich steiler (über 7%) Ab km 7 geht die Steigung auf 3 % zurück und wir haben die ersten 300 Höhenmeter hinter uns.

1000 Höhenmeter warten aber noch darauf gefahren zu werden und die sind teilweise nicht ganz ohne. Nach einer Doppelkurve tritt die Straße wieder aus dem Wald hinaus und bei km 8,5 beginnt eine Abfolge von unregelmäßigen Serpentinen. Sie bieten wieder herrliche Aussichten auf die tiefe Ebene, wir sind mittlerweile 850 Meter hoch und haben vor uns den waldreichen Berghang.

Bei km 10 gibt es einen wunderschönen Aussichtspunkt mit Bänken der als Picknickplatz  hergerichtet ist. An Werktagen ist weit und breit keine Menschenseele zu sehen. Mit 8,1 % Steigung war der letzte Kilometer nicht gerade flach und so ist es uns ganz recht das die nächsten 2 km mit 6 % ein wenig leichter sind. Bei km 11 kommt das Hotel Regiopiano ins Blickfeld. Hier gibt es an der rechten Seite (km 12) die letzte Wasserstelle zum befüllen der Trinkflaschen. Wir haben zwar im oberen Teil noch eine gesehen, doch dort kam nicht immer Wasser heraus.

Eine 180° Kehre führt uns um das Hotel herum und eine fast 1 km gerade verlaufende Straße führt uns auf die nächste Doppelkehre zu. Bei km 14 zweigt rechts die Straße nach Capelli ab. Sie führt ins Mecca der italienischen Porzellanindustrie, befindet sich aber in einem desolaten Zustand.

Wir bleiben aber auf der Passstrasse die nun auch zusehends schlechter wird. Inzwischen ist dichter Wald um uns herum und Ausblicke gibt es so gut wie keine mehr. Die Steigung zieht aber wieder an und liegt, auf der sich durch den Wald schlängelnden Straße um die 7,5%. Wir haben km 16,5 erreicht und vor uns türmen sich einige sehr steile Serpentinen.

Teilweise wird die 15% Marke erreicht und so gilt es die sechs 180° Kehren ruhig anzugehen. Der Berghang ist an dieser Stelle so steil, dass wir die unter uns liegenden Straßenteile nicht sehen können. In dieser Höhe (1400 Meter) sind die Bäume, wir haben Ende April, noch ohne Blätter und so können wir durch die Zweige den einen oder anderen Blick in die tiefe Ebene zur Adria hin werfen.

Bei km 19 ist das Schwerste geschafft und auf den letzten 2 km folgt der Straßenverlauf dem wellenförmigen Berghang. Die Steigungen liegen immer noch bei 7% und nach 20,8 km ist Vado di Sole mit einer Höhe von 1640 Metern über NN erreicht. Die Ausblicke von der Passhöhe sind überwältigend und auch hier bietet sich ein Picknickplatz  zum Rasten an.

 

Passauffahrten und andere Anstiege in der Nähe

Pässe und Anstiege Idealer Standort / unser Standort
  • zum Campo Imperatore
  • Südost = Valico di Capo la Serra
  • Ost = Vado di Sole
  • West = Fossa Paganica
  • Süd = Santo Stefano > Hochebene
  • sonstige
  • Forca di Penne
  • Rocca Calascio

Idealer Startort: 

für Wohnmobil am See, an der Kirche in Santo Stefano di Sessanio
kein Wasser, keine Entsorgung aber super Lage und toller Ausgangspunkt für Radtouren

Auch unser 2. Standplatz in Ofena lag zu den Auffahrten sehr gut

 
>Übersicht Italien  >Übersicht Pässe

oder Suche auf unserer Website

Drucken

Inhalte, Konzept und Umsetzung: Hermann Dirr, Templates: intwerb.de