RTF, Radmarathon, Pässe und mehr

Passauffahrten und andere Anstiege mit dem Rennrad 

Frankreich

 

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1_2007_Profil_Pyr_Cap_Lac_de_Long.GIF 20070824 Cap Lac de Long (2).jpg 20070824 Cap Lac de Long (3).jpg 20070824 Cap Lac de Long (4).jpg 20070824 Cap Lac de Long (5).jpg  

 

Auffahrt:

Region:

Startort:

Ankunft:

Streckenlänge:

Ausgangshöhe über NN:

Passhöhe über NN:

Höhendifferenz:

Steigungsrate Ø:

Steigung max.:


Lac de Cap de Long

Pyrenäen

Fabian (Saint Lary Soulan)

Lac de Cap de Long

14 km

1090 m

2175 m

1085 m

7,7 %

13 %



Auffahrt Cap Lac de Long auf einer größeren Karte anzeigen


Beschreibung:

Wir verbringen einige Tage in dem Feriengebiet Payolle und warten auf besseres Wetter um die Auffahrt zum Col de Tourmalet in Angriff zu nehmen. Es wäre zu schade, diesen Pass in einer Wolkendecke zu fahren. So sitzen wir morgens beim Frühstück und mein Blick fällt auf eine Ansichtskarte die Astrid vor ein paar Tagen gekauft hat.

Darauf befindet sich eine wunderschöne Serpentinenstraße. Wie elektrisiert nehme ich die Karte zur Hand und mache mich über die Lage der Straße schlau. Sie zeigt einen Teil des Anstiegs zum Lac de Cap de Long. Das ist ein Stausee auf einer Höhe von 2100 Meter über NN.

Das Wetter ist zu unstabil um ihn auf dem Rad von Payolle aus zu erreichen. Zudem würde es eine Tour über 3 Pässe sein, was nicht so schlimm wäre, wenn sie nicht auch über eine viel befahrene Straße führte. So beschließen wir mit dem Wohnmobil  über den Col d’Aspin (ich weis, ich weis, aber wir sind den Pass schon einige Male gefahren) in die Nähe des Anstiegs zum
Lac de Cap de Long zu fahren.

5,5 km nach Saint-Lary-Soulan stellen wir das Wohnmobil an einem Wasserkraftwerk ab und fahren mit dem Rad in Richtung spanische Grenze das Tal hoch. Fast 4 Kilometer haben wir nun, um uns ein wenig warm zu fahren. Dann ist der kleine Ort Fabian erreicht und hier beginnt der Anstieg zum Cap Lac de Long.

Die Auffahrt:

In Fabian biegt die D929 rechts ab und  führt bis zum höchsten Punkt des Tales.

Wir folgen der Straße und genießen noch die ersten 2 km bei Steigungen um 5%. Das gemütliche Fahren ist aber spätestens dann beendet. Auf den nächsten 12 km liegt die durchschnittliche Steigung bei 7,5%. Leider fahren wir diese Auffahrt bei nicht so schönem Wetter und so verhindern die tiefen Wolken oft den Ausblick auf die Bergriesen. Aber hin und wieder reißt die Wolkendecke auf und wir genießen eine atemberaubende Bergwelt.

Nach 4 km, wir haben schon 320 hm erradelt, haben wir die erste Kurvenkombination vor uns. Noch ist dichter Wald um uns herum und das Rauschen eines Gebirgsflusses begleitet uns. Knapp einen Kilometer weiter gibt es die nächsten Kehren. Lag die Steigung auf dem letzten km bei 9%, legt sie nun noch einmal zu. 12% zeigen unsere HACs.

In der nächsten Kurve gibt es große Parkplätze. Es ist der Ausgangspunkt für Wanderungen zum Lac de l’Oule. Wir verzichten heute darauf, denn wir sind schon ganz gespannt auf die Bilderbuchkehren im weiteren Streckenverlauf. Auf den nächsten 2,5 km gibt es noch einmal 2 schöne Kurvenkombinationen. Sie bringen uns auf eine Höhe von 1750 Meter über NN. Dann verschlägt es uns die Sprache.

Vor uns türmt sich eine Wand von gemauerten Kehren auf. Die 6 Kehren haben eine Streckenlänge von nur 500 Metern. Auf ihr sind 65 Höhenmeter zu überwinden. Das macht 13% Steigung, die hier aber nicht mit Augen zu und durch erfolgen sollte, sondern Augen auf, genießen und staunen. Schade, dass das schöne Teilstück so schnell hinter uns liegt, aber die Bergwelt wird immer gewaltiger.

Bei km 9, die Straße gibt nach der Umrundung eines Berghanges den Blick auf die Staumauer des Cap Lac de Long frei, zweigt rechts die Straße zum Lac d’Oredon ab. Der Blick auf dem immer tiefer liegenden See und der vor, aber noch hoch über uns liegende riesige Staumauer, ist überwältigend. 

Bald ist die 2000 Meter Grenze erreicht und der Staudamm ist immer noch gewaltig hoch oben. Und noch etwas liegt da vor uns, es ist das letzte Serpentinenteilstück der Strecke. 4 wunderschön angelegte Kurven mit den letzten 70 Höhenmetern lassen unser Herz noch einmal höher schlagen.

Dann ist die Staumauerkrone auf 2175 Meter über dem Meeresspiegel erreicht. Die Ausblicke sind unbeschreiblich schön. Schroffe Bergspitzen bilden den Rahmen um den Stausee herum und tief unter uns haben wir fantastische Aussichten auf den Lac d’Oredon. Wir halten uns lange hier oben auf und verlassen nur wehmütig diese wunderschöne Bergwelt. Aber in der Abfahrt erleben wir noch ein Highlight. Die für Autos gesperrte Auffahrt zum Lac d’Aubert. Davon gibt es aber eine eigene Beschreibung. 

 

Passauffahrten und andere Anstiege in der Nähe

Pässe und Anstiege Idealer Standort / unser Standort
  • Pla d'Adet
  • Col d'Azet-Luron
  • Hourquette d'Ancizan
  • Col d'Aspin
  • Col d'Peyresorde
  • Col de Tourmalet
  • Arreau > Lancon
  • Col de la Courade
  • Superbagnères
  • Col de Bales

Iidealer Startort: Arreau

Arreau liegt ca. 70 km Südöstlich von Pau sehr Zentral in den Pyrenäen. Nach Spanien gelangt man durch den ca. 32 km entfernten Bielsa-Tunnel. Auch die Auffahrt dorthin (durch den Tunnel kommt man allerdings mit dem Rad nicht) und zur Skistation Piau Engaly, ist eine Rennradtour wert.

Wir stehen mit dem Wohnmobil auf der Hochebene zwischen Tourmale und Aspin in Payolle
N42 56 14.5 E0 18 14.8

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