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Passauffahrten und andere Anstiege mit dem Rennrad 

Frankreich
1-5 | 6-10 | 11-15 | 16-20 | 21-25 | 26-30 | 31-35 | 36-40 | 41-45

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Auffahrt:

Region:

Startort:

Ankunft:

Streckenlänge:

Passhöhe über NN:

Höhendifferenz:

Steigungsrate Ø:

Steigung max.:

 

Col du Joly

Alpen

Beaufort

Col du Joly

23,1 km

1988 m 

1310 m

6,2 %

12 %



Col du Joly auf einer größeren Karte anzeigen


Beschreibung:

Wir stehen an einem kleinen See bei Beaufort und der Standplatz ist innerhalb der Woche sehr gut. An den Wochenenden nimmt hier eine Diskothek ihren Betrieb auf und es wird bis zum frühen Morgen sehr laut.

Astrid hat auf der Straßenkarte den, mir bis dahin unbekannten, Col de Joly entdeckt. Die Passhöhe kann mit dem Rennrad nur von einer Seite her angefahren werden und über einen Schotterweg kommt man ins Nachbartal Montjoie.

Trotzdem finden wir auf der Karte zwei alternative Strecken, sie kommen 5,5 km unterhalb des Cols wieder zusammen. Kaum biegen wir von der D 925 auf die D 216E ab, steigt die Straße mit 7% an. Wir kennen diese Auffahrt ja schon, denn sie führte uns zum Col des Saisies. Schon nach der 5. Kehre, bei km 2,8, verlassen wir die große Straße und fahren geradeaus in die D 218b.

Seltsamerweise ist sie als Sackgasse gekennzeichnet. Die Straße wird sehr schmal und an der Fahrbahn erkennen wir, dass sie wohl auch nicht genutzt wird. Über 4 schöne kleine Kehren steigt die Straße um 70 Meter an. 500 Meter weiter, die Straße führt durch dichten Wald, sehen wir den Grund der Sperrung. Eine alte, wohl nicht mehr reparable Brücke.

Nach eingehender Begutachtung entscheiden wir, sie auf ihren morschen Brettern zu überqueren. Es knirscht und knackt bei jedem Schritt und doch gelingt es uns die Tiefe zu überbrücken. Wenige Meter weiter versperrt ein Felsrutsch die Fahrbahn. Wieder absteigen und irgendwie geht es daran vorbei. Ab jetzt ist die Straße aber hindernisfrei und wir streben weiter dem Col de Joly zu.

Bei dem Örtchen Hauteluce gibt es sogar eine kleine Abfahrt. Um den Ort herum wird wohl gerade eine Umgehungsstraße fertig gestellt und so sehen wir einige große LKWs. Sie fahren aber sehr vorsichtig und wir fühlen uns nicht behindert. Wir fahren die alte Straße durch den engen Ort. Dabei haben wir einen großartigen Blick auf den Mont Blanc. Noch ist er wolkenfrei, doch das soll sich später noch ändern.

Nach Annuit geht es weiter bergan. Bis km 12 ist es nun ein bequemes Radeln. Die kleinen reizenden Häuschen und die wenigen Bauernhöfe zu beiden Seiten begeistern mich immer wieder. Mit dem Erreichen des Elektrizitätswerkes ist aber nun Ende mit lustig.

Hätte ich geahnt, dass dort hoch über uns auf dem Bergkamm der Col de Joly ist, man sieht das Wirtshaus und die Bergstation der Seilbahn, ich wäre wieder umgekehrt. Es beginnen nun 8 der herrlichsten Kehren. Den Mont Blanc können wir zwar nicht mehr sehen, doch der Anblick der Bergwelt löst in mir so etwas wie Euphorie aus.

Obwohl die Straße sehr steil ist, geht das Fahren fast von alleine. Einige Almbetriebe liegen noch am Straßenrand und die Straße verläuft in einem großen Bogen am Hang des Bergkessels entlang. Zur rechten Seite sehen wir hoch oben die Staumauer des Lac de la Girotte. Die Fallrohre zur Stromerzeugung verlaufen einige hundert Meter bergab zum E-Werk. 3 km vor der Passhöhe läutet eine Kehrenkombination das Finale ein. Die Steigung fällt nur noch selten unter 9% und es sind noch 260 Höhenmeter zu überwinden. Die freie Sicht in die Bergwelt lenkt von der Anstrengung ab. Die hohen Temperaturen, es ist weit über 30°C, tragen natürlich einiges dazu bei.

Dann ist es endlich geschafft und auf flacher werdender Straße rollen wir die letzten 400 Meter dem Col entgegen. Obwohl die Straße fast autofrei war, sehen wir sehr viele davon auf den Parkplätzen hier oben. Leider hat sich der Mont Blanc mit dicken Wolken verhüllt. Doch der Mont Joly und Aigle Croche entschädigen uns. Aber auch die anderen Bergriesen bilden eine berauschende Kulisse.

 

Für die Rückfahrt nehmen wir die andere Möglichkeit und nehmen an der Straßenteilung, ca 800 Meter vor Hauteluce,die Strecke über St-Sauveur. Schnell kommen wir  nach einem kurzen Gegenanstieg nach St-Sauveur. Die D 70 ist, obwohl fast keine Orte an ihr liegen, etwas mehr befahren. Das macht in der Abfahrt aber nichts und schnell kommen wir Beaufort näher. Auch hier sind die Ausblicke ins tiefe Tal überwältigend.

Zwei rampenartige Serpentinen bringen uns schließlich nach Beaufort.

 

Passauffahrten und andere Anstiege in der Nähe

Pässe und Anstiege Idealer Standort / unser Standort

Idealer Startort: Beaufort
unser Standplatz: Angelsee ca. 2 km westlich von Beaufort
in der Woche total ruhig, trotz verschiedener Aktivitäten am See. Angeln, Kletterpark, Grillpark,

Ver- und Entsorgung auf der der linken Straßenseite in Richtung Beaufort

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