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wieder toter Rotmilan unter einer Ulrichsteiner WKA

veröffentlicht von hermann am 07 Nov 2015

wieder toter Rotmilan unter einer Ulrichsteiner WKA


2 Tage zuvor noch ein Foto geschossen, Rotmilan auf der Ulrichsteiner "Alten Höhe"

Ein Gassigeher fand am Mitwoch den 4.11.2015 im Ulrichsteiner Windindustriegebiet "Alte Höhe" unter einer Zufallswindstromerzeugungsanlage einen frisch erschlagenen Rotmilan. Dieser wurde am 5.11.2015 der Polizei in Lauterbach übergeben. Es ist der 4 Rotmilan, der in diesem Windindustriegebiet Opfer der Rotorblätter wurde, die von der OVAG (hessenEnergie), Stadt Ulrichstein, so wie von einigen Ulrichsteinern Bürgern, betrieben werden.

Insgesamt verzeichnet die staatliche Vogelschutzwarte Brandenburg für Ulrichstein 10 erschlagene Rotmilane, 5 Bussarde, 1 Schwarzstorch und 1 Kranich.

Aber wie stellt Ulrichsteins Bürgermeister in einem hessenschau Interview fest:

"Ulrichsein hatte noch nie Probleme mit WKAs und Vögel.



Doch alle diese Vögel wurden in einem für sie extra ausgewiesenen Reservat (Vogelschutzgebiet) von Rotorblättern erschlagen. Da es sich bei allen Funden um reine Zufallsfunde handelt (es findet in Hessen kein gezieltes Monitoring unter den WKAs statt) wird die Dunkelziffer um ein Vielfaches höher liegen.

 

  • Warum wird bei den Genehmigungsverfahren, von Seitens der Genehmigungsbehörden, eigentlich nicht auf dieses Problem eingegangen?
  • Warum wurden in einer Konzentrationszone der Rotmilane überhaupt diese Anlagen genehmigt?
  • Warum wird kein gezieltes Monitoring den Betreibern vorgeschrieben? 

Man hätte dann viel bessere Ergebnisse und könnte dieses Problem gezielt angehen. So aber verlässt man sich auf Gutachter der Betreiber, die natürlich im Sinnes ihres Auftragsgebers keine Gefahr für Milan und Co sehen.

Mir kommt spontan die Frage in den Sinn: Gibt es eigentlich auch Totfundmeldungen von Betreiberseite, Wartungsmonteure etc?

In Morbers Pamplet "Gesamtkonzept für Maßnahmen im EU-Vogelschutzgebiet "Vogelsberg" (5421-401) Natura 2000-Verträglichkeit und Windenergie", schwafelt er von Vermeidungs- und Schadensbegrenzungsmaßnahmen zur Sicherung der Erhaltungsziele FÜR Rotmilan, Schwarzstorch und Fledermäuse.

Mit diesem Gesamtkonzept will Gerd Morber (hessenEnergie/OVAG),

Zitat: "...zum anderen eine merkliche Verbesserung der Lebensbedingungen für diese Arten im gesamten VSG zu erreichen, womit der Eingriff durch den Bau von Windenergieanlagen nicht zu einer Verschlechterung, sondern zu einer Verbesserung der Erhaltungszustände führen wird"

Mit einer Vervielfachung der Todeszonen (überstrichene Rotorfläche) für Rotmilan und Co, will die OVAG also Rotmilan und Co retten.

Das ist ja mal eine tolle Nummer.

  • Warum verbessert die OVAG und andere potentielle Betreiber von Tiertötungsanlagen nicht schon Heute die Lebensbedingungen der Vögel?
  • Warum will OVAG und Co ausgerechnet in den Vogelschutzgebieten die Lebensräume der streng Art geschützten Vögel verkleinern, wenn nicht sogar gänzlich vernichten?

In diesem "Gesamtkonzept findet man für den Schwarzstorch u.a. den Punkt :

Unfälle an Stromleitungen und dahinter die Lösung für das Problem. (Seilmarkierungen)


geröstet von einer OVAG-Stromleitung. ein Greifvogel in Rebgeshain

Liebe OVAG, ihr seid Betreiber von Stromleitungen, ihr hätte schon lange als leuchtendes Beispiel für Artenschutz in der Geschichte des deutschen Stromversorgung eingehen können. Wo sind die Seilmarkierungen an euren Stromleitungen? Ach! Da gibt es gerade kein Geld für? Na, dann hat es die OVAG mit dem Artenschutz nicht so.

Zitat aus Morbers Pamplet:

... Ein  erstes  im  VSG Vogelsberg“ realisiertes Beispiel für Maßnahmen zu Gunsten des Schwarzstorchs war die Schaffung von Teichen, Feuchtgebieten.."


hofft die hessenEnergie (OVAG) darauf, dass bald alle Vögel hier erschlagen werden?

In seinem Papier führt er auf:

Die Gefährdungsursachen für den Rotmilan sind ebenfalls vielfältig
  • Störungen am Brutplatz

Wer in Vogelschutzgebieten WKA baut und betreibt ist wohl auch für Störungen am Brutplatz verantwortlich, (Bauaktivitäten -Wartungsfahrten zur WKAs durch Vogelschutzgebiete etc.)

  • Illegale Verfolgung im Winterquartier und auf dem Zugweg

Illegal ist Illegal, gegen kriminelle Handlungen gibt es Gesetze und sie werden verfolgt

  • Illegale Verfolgung in Hessen

Welche sind Morber da bekannt, Illegale Verfolgung in Hessen durch Fischteichbesitzer und Hobbyjäger?

  • Unzureichende Nahrungsgrundlage -- Im Brutgebiet -- Im Winterquartier

Wenn es im Vogelsberg eine unzureichende Nahrungsgrundlage gibt, werden Rotmilan und Co das Weite suchen und Morber ist glücklich.

  • Windenergienutzung

Für die Vernichtung der Lebensräume und Schlagopfer durch WKA ist die OVAG eine der Hauptverantwortlichen, oder sieht Morber diesen Punkt als einer von vielen Punkten?

  • Klimawandel

Tja, wenn einem nichts mehr einfällt dann muss der Klimawandel herhalten, durch den Klimawandel werden schon viele Rotmilane im Vogelsberg verstorben sein.

  • Freileitungen

Da ist schon wieder die OVAG gefordert. Bei der Umsetzung der Mastschutzeinrichtungen VDE... war die OVAG kein Vorreiter
Zitat: Seit August 2012 letzten Jahres gilt die neue VDE - Anwendungsregel zum Vogelschutz an Mittelspannungsfreileitungen (VDE-AR-N 4210-11). Sie ist in das VDE-Vorschriftenwerk aufgenommen worden und damit für alle Netzbetreiber verbindlich. Zitat Ende
Komisch dass selbst 2013 die OVAG noch nicht alle ihre Strommasten gesichert hatte. Gab es keine Fördermittel?

  • Verkehrsverluste

Vielleicht erkennt die OVAG (Herr Morber) nicht den Unterschied zwischen Sinn und Unsinn

  • Zunahme des Schwarzmilans

Der Schwarzmilan ist Schuld, dass Rotmilane von Rotorblättern erschlagen werden, auch eine gute Theorie

Aber was macht es denen, die es auf das Geld aus der EEG-Umlage abgesehen haben. Natürlich sind OVAG, Stadt und andere WKA-Betreiber keine Naturfreunde, brauchen sie auch nicht sein, sie sind Freunde unseres Geldes, dass das EEG kräftig auf ihr Konto spült. Mitleid mit Tieren hat man im Vogelsberg nur, wenn es um Lebensraumvernichtung der Orang-Utans geht, oder vielleicht auch noch wenn des Eisbären ewiges Eis angeblich schmilzt.  Mitleid mit Tieren hätte man im Vogelsberg aber auch, wenn es eine staatliche Förderung gäbe. Siehe Naturschutzgroßprojekt Vogelsberg, wo es gilt 10 Millionen Euro staatliche Förderung abzugreifen. Dafür wird dann jeder noch so, in der Vergangenheit vernachlässigter Steinhaufen, zum Geotop erklärt und die mannigfachen Flechtenvorkommen haben Vorrang. Wenn da ab und zu ein Rotmilan vom Himmel fällt, so ist die Natur, hat er Pech gehabt und hätte mal die Augen aufmachen müssen.

Zur Stromversorgung, immer wenn es schlecht um das Wetter für diese Energiewende steht, tragen nicht nur die Vogelsberger Windwahnanlagen, nein auch alle in ganz Deutschland betriebene Subventionsabschöpfanlagen, nicht, aber fast gar nichts bei.
Diese Grafik, sie stellt die Stromerzeugung und Einspeisung an einem Werktag den 2. November 2015 dar.

Die eigentlich Schuldigen sind aber unsere Politiker, die erst den Run auf unsere Geldbörse, den Pseudo-Klimarettern und AKW-Gau-Beschwörer, die Möglichkeit der Volksausbeutung eröffnet haben. Kein AKW war und ist in unserem Lande Tsunami gefährdet. Das haben unsere Nachbarn erkannt und setzen weiter auf Kernkraft. Tja, und wenn doch mal ein Tsunami über Tschechien weg fegt, dann sind wir halt die Glücklichen, das kann ein Land mit solch weit voraus schauenden Politikern nicht passieren. Wir haben jetzt Windkraft, Strom dazu auch noch unzuverlässig. Das wir ihn 24 Stunden am Tag, 744 Stunden im Monat, oder gar 8760 Stunden im Jahr benötigen, ist dabei Nebensache.
Bald hat die OVAG freie Hand. Sind erst alle Rotmilane durch ihre Maschinen erschlagen, gibt es kein halten mehr. Also weiter so, ist schließlich ein kommunales Unternehmen und wer weiß wie lange sich der Bürger noch willenlos über das EEG melken lässt.

 

letzte Aktualisierung: 07 Nov 2015 um 19:10

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Kommentar

von Bernd am 04 Aug 2016
habt Ihr schon mal daran gedacht, warum die Rotmilane überall vorfliegen, vielleicht sind die einfach nur zu dumm
von Hermann am 04 Aug 2016
Das könnte sein, lieber Bernd, darauf sind wir noch gar nicht gekommen.

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