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Panorama im Vogelsberg: Der ganz normale Wahnsinn

Beteiligungsmodelle an der Windkraft


 

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Zufallsstromerzeuger mit nicht genehmigten Fundament gefährdet Trinkwasser in Ulrichstein.

veröffentlicht von hermann am 12 Sep 2015

Vom Trinkwasser und Zufallsstromerzeuger mit nicht genehmigten Fundament in Ulrichstein.

Eine unglaubliche Geschichte spielt sich im windwahnsinnigen Ulrichstein ab.


Eine WKA wird gebaut für dessen Fundament ein 3,65 Meter tiefes Flachfundament beantragt und genehmigt wurde. 

Eigenmächtig hat nun, mit 161, je 13 Meter tiefen Rüttelstopfbohrungen, der Projektierer und Bauleiter, die hessenEnergie, die Wasser sperrenden Schichten durchstoßen lassen um eine genügend tragfähiges Fundament zu schaffen. Das Ganze spielt sich genau an der Grenze einer Trinkwasserschutzzone III und II ab. Es ist absehbar, und es braucht eine gewisse Zeit, bis sich Keime an den Rüttelstopfbohrungen entlang bis in Trinkwasser gelangen. Genau diese Art des Fundamentes sind in Trinkwasserschutzzonen offensichtlich nicht genehmigungsfähig.



Aber so ist das in Ulrichstein schon immer.

Da hat der ehemalige Bürgermeister Erwin Horst schon zu seinen Amtszeiten den Tourismus in Hessens höchstgelegenen Bergstädtchen platt gemacht und aus der Windwahnkaderschmiede Freiensteinau (original Worte des ehemaligen Freiensteinauer Bürgermeister Friedel Kopp) in Edwin Schneider einen würdigen Nachfolger gefunden.

Auch Schneider handelt offensichtlich nach dem Motto, "zerstören was man zerstören kann, Hauptsache der Stromkunde schweigt und zahlt"



Ja, Herr Schneider, sie haben das Vertrauen ihrer Wähler und der anderen Ulrichsteiner Bürger zerstört. Sie zerstören unsere Landschaften der Gewinnsucht wegen. Sie prahlen mit 900.000 Euro Gewinn, neuerdings runden Sie sogar einfach diesen Betrag auf eine Millionen Euro auf,  aus der Windkraft und schießen einen Bock nach dem Anderen. (Abwasser).

Nachtrag am 14.09.2015:
Der letzte Jahresabschluss des Ulrichsteiner Haushaltes stammt aus dem Jahr 2009. Wie die LAZ am 14. Sept. 2015 von der Stadtratsitzung in Ulrichsein berichtet,

haben die Städtischen Betriebe Ulrichsteinim Jahr 2010 aus Wasser, Abwasser und Windkraft ein Minus von 269.337 Euro eingefahren. Mit welchen Taschenspielertricks will Edwin Schneider die Büger verblöden?

Sie kommen Ulrichstein teuer zu stehen, Herr Bürgermeister Schneider, nun kommen neue Kosten auf Ulrichstein zu, warum? Weil Sie nicht nur mit der Natur und den Landschaften nichts im Sinn haben, sondern weil ihnen anscheinend die Gesundheit der Bürger egal ist. Woher stammen eigentlich die Einnahmen aus der Windkraft? Schauen Sie sich ihre Ulrichsteiner Bürger einmal an und vor allen Dingen in den Augen. Das sind die Menschen, denen Sie angeblich großzügig 50 Cent Abwassergebühr erlassen und gleichzeitig hunderte Euro über das EEG aus der Tasche ziehen. Stellen Sie eigentlich auch die Stromlieferung aus den WKAs sicher? Stunde für Stunde? Oder überlassen Sie das lieber den Großkonzernen, die regelmäßig einspringen müssen, wenn Ihre WKAs gerade mal wegen Windmangel keinen Strom produzieren können?


Kann die hessenEnergie Stromlieferungen aus ihren WKAs sicherstellen?


Zuerst  wurde die ehemals wichtigste Einnahmequelle der Stadt vernichtet, die Übernachtungszahlen gingen in der Amtszeit des BM Horst von 99.000 im Jahr 1993, somit vor dem Bau der ersten WKA in Ulrichstein, auf schlappe 9000 Übernachtungen im Jahr 2013 zurück, nun setzt man in Ulrichstein, mit selbstverschuldeten verunreinigten Trinkwasser, die Gesundheit der Bürger aufs Spiel.
In der LAZ legt BM Schneider noch einmal nach, indem er erklärt, dass der Tiefbrunnen im Jahr 1998 noch 50.000 Liter Wasser in der Stunde lieferte und Heute nur noch 60 Liter- Wer nicht blind ist, sollte da Parallelen zu den Übernachtungszahlen erkennen.

Eigenartig, dass bei den Vogelsbergern Gemeinden nur Ulrichstein die Massen an Touristen verliert


Zudem habe, laut Recherche der LAZ, der RP Gießen erst von dieser Ausführung nachträglich erfahren. 

Was passiert nun mit einer ungenehmigten Bauausführung im Regierungspräsidium Gießen?

Gar nichts! Gesundheit der Bevölkerung hat sich das Regierungspräsidium nicht gerade auf die Fahnen geschrieben. Erinnert stark an Woolrec und dem kleinen Ort Tiefenbach, oder?
Was kann man von einer Genehmigungsbehörde auch erwarten, wo Gutachter, wie im Fall woolrec, selbst Mitinhaber einer Firma sind, deren Produkt er begutachten soll.



In einer Genehmigungsbehörde, wo ein Rechtsanwalt der EEG Profiteure ein und aus geht. Wo dieser Rechtsanwalt von den potentiellen Profiteuren der Windkraft bei Begrüßungen herzlich umarmt wird. So langsam gehen mir die Augen auf was hier im Regierungsbezirk Gießen gespielt wird. Da wird unseres letzte verbliebene an Natur den EEG-Profitgeiern verhökert.

Da wird von den Gemeinden und der OVAG ein Lobby-Rechtanwalt aus Wettenberg  arrangiert um die Gier der Gemeinden nach EEG-Millionen durchzusetzen, um der Bevölkerung die Landschaft zu zerstören. Das Schlimme daran, die Bevölkerung muss diesem, sich den Gemeinden anbiedernden Rechtsanwalt auch noch selbst bezahlen.


Wo ich gerade Wettenberg schreibe, fällt mir sofort der Parteigenosse (SPD) dieses Rechtsanwaltes ein, der ehemalige Bürgermeister und noch Mitglied der Regionalversammlung Gerhard Schmidt, ein. Er fiel mir mehrfach bei den EULI Sitzungen auf, wie er darauf drängte, doch auf den goldnen Steinrück (Windindustriegebiet in Ulrichstein-Helpershain mit 25 WKAs 60 Meter hoch) ein Repowering zuzulassen.

Wo wohnen eigentlich die Mitglieder der Regionalversammlung? Im Vogelsberg?  Herr Schmidt und Herr Karpenstein offensichtlich nicht. Schon einen Tag nach der Vorstellung der 2. Offenlage des TRP Mittelhessen hatte der Rechtsanwalt Karpenstein Hand in Hand mit Herrn Morber, (hessenEnergie) Herrn Schneider (BM Ulrichstein) und einen Vertreter der Windenergie, einen großen, medienwirksamen Auftritt bei der Landespressekonferenz in Wiesbaden. Die hessenschau berichtete.  (ab Min. 8:20)

Wohnorte der Mitglieder der Regionalversammlung. Sie handeln: Windkraft ja, aber nicht vor meiner Tür.

Die Sterne stellen je eine WKA im Vogelsberg dar. Die farbigen Marker sind die Wohnorte der Regionalversammlungsmitglieder



Aber zurück nach Ulrichstein. Laut LAZ weist der Geschäftsführer Dr. Hans-Peter Frank, der hessenEnergie (Projektierer und Bauleiter der fraglichen Anlage) Zusammenhänge zurück. Er führt ein Fachgutachten an das feststellt, dass keine hydraulische Verbindung zwischen den Standort der WKA und dem verunreinigten Brunnen bestehe.

  • Stellt sich die Frage wie sachkundig ist der Sachverständige?
  • Wer hat den Auftrag zu dem Fachgutachten gegeben?
  • Wer hat es bezahlt?
  • Warum wurde das Fachgutachten geheim gehalten von der Gemeinde Ulrichstein?
  • Warum hat die Stadt Ulrichstein, nachdem nach dem Bau der WKA in der Trinkwasserschutzzone der Brunnen fast versiegte, nicht selbst ein Gutachten in Auftrag gegeben. Allein um Schaden von der Bevölkerung abzuwenden?
  • Warum wurde die Bevölkerung bei der letzten Bürgerversammlung nicht darüber informiert?
  • Warum wurde einem Mitglied der BI Gegenwind Vogelsberg das Wort entzogen mit dem Hinweis, seine Sorgen um das Trinkwasser, seien nicht Thema der Bürgerversammlung?
  • Werden die Ängste der Bürger im Rathaus nicht ernst genommen?
  • Hat man erst die Touristen vergrault und will nun die Bürger vergiften?

In Abkassieren liegen die Stärken der Gemeinde, siehe die Wasser und Abwassergebühr. Da müssen die Bürger erst Gerichte bemühen um zu ihrem Recht zu kommen.

Nun noch mal zum Artikel der LAZ der voller Widersprüche steckt.

So lautet die Aussage von Dr. Hans-Peter Frank (hessenEnergie) Zitat:

"Falsch sei auch die Annahme, es habe keine Genehmigung zum Bau von Rüttelstopfsäulen gegeben."

Während Gabriele Fischer (RP Gießen) folgendermaßen zitiert wird:

" ...dass für die Betreiber gewählte Fundamentierung keine wasserrechtliche Ausnahmegenehmigung vorlag, so dass die Anlagenerrichtung durch die Genehmigung nicht abgedeckt ist" Eine Genehmigung hätte nur gegolten für einen Eingriff bis in eine Tiefe von 3,65 Meter unter Geländeoberkante. Der RP Gießen habe von der Abweichung erst nachträglich erfahren und infolge geprüft, das Windrad stillzulegen, da es nicht genehmigungskonform gebaut wurde. Der Betreiber sei inzwischen aufgefordert worden, einen Änderungsgenehmigungsantrag zu stellen, der der jetzigen Anlage entspricht.  Eine Genehmigungsfähigkeit komme jedoch nur in Betracht, wenn das Wasserschutzgebiet aufgehoben und an einer anderen Stelle eine gesicherte Trinkwasserversorgung gewährleistet wird.

So, so, da wird dem Betreiber der nichtgenehmigungsfähigen Anlage (es handelt sich somit um einen so genannten Schwarzbau) noch die Möglichkeit eingeräumt nachzubessern, in dem an anderer Stelle eine gesicherte Trinkwasserversorgung gewährleistet wird.

Wo leben wir eigentlich. Wenn der kleine Mann einen nicht genehmigten Anbau errichtet, muss er ihn wieder beseitigen. Die EEG-Abschöpfer Bohn, OVAG und Co, dürfen die nicht genehmigungsfähige Anlage stehen lassen? Selbst wenn sie die ertragreichste Anlage im Vogelsberg ist, eine Stromlieferung kann auch diese Anlage nicht garantieren. Wobei ertragreich sich mit Sicherheit nur auf die Einnahmen aus den EEG beziehen dürfte.

Der Staatsanwalt kommt letztendlich zu dem Schluss, "...dass dem Betreiber kein Vorsatz wegen unerlaubten Betreibens von Anlagen nachzuweisen ist"

Aber genau das, Vorsatz, muss den Planern und Betreibern dieser Anlage unterstellt werden.

Es ist nicht davon auszugehen, dass diese nicht über die Bodenbeschaffenheit informiert waren. Man kann ihnen unterstellen, dass sie gezielt ein Fundament in  Flachgründung beantragt haben, weil sie genau wussten, dass die Tiefgründung im Trinkwasserschutzgebiet nicht genehmigungsfähig war. Das schnell der Lobby-Rechtsanwalt Karpenstein auf den Plan tritt, kann dieses Gebaren nur untermauern.

Die Staatsanwaltschaft ermittelt und die Stadt Ulrichstein hält es nicht für nötig ihre Bürger zu unterrichten. Nein Fragen dazu wurden auf der letzten Bürgerversammlung in Rebgeshain rüde abgewürgt.
Dieser Bürgermeister und seine Gemeindevertreter haben offensichtlich nur eines im Sinn, an die Millionen aus dem EEG Jackpott zu kommen. Was interessiert das Volk?

Da fällt mir spontan die Bürgerversammlung zum Thema Windkraft in Ulrichstein ein. Der Saal voller Ulrichsteiner Bürger und vorne auf dem Podium die Profiteure und Mit-Profiteure der Windindustrie. Neben Gerd Morber (hessenEnergie) saß vor den Bürgern auch RA Karpenstein dem Windwahnbürgermeister Schneider zur Seite. Ein tolles Trio, dass der Ulrichsteiner Natur und wie es sich nun heraus stellt, der Gesundheit der Bevölkerung, an den Kragen will.

Wenn 204 Bürger aus dem von WKA am meisten betroffenen Ulrichsteiner Dorf Helpershain sich gegen weitere WKAs wehren und der Bürgermeister, der Magistrat und die Gemeindevertreter lustig weitere WKAs, die zu einer Umzingelung von Helpershain führen, planen, dann wird der Volkswillen mit Füßen getreten.

Es gibt eigentlich nur eine Lösung für die Ulrichsteiner und damit auch Vogelsberger Probleme, die Anlage muss wegen nicht genehmigter Änderungen gegenüber Genehmigungsbescheiden, zurück gebaut werden. Selbst die 13 Meter tiefen 161 Rüttelstopfbohrungen müssen wieder auf Kosten der Verursacher entfernt werden.
Dazu müssen Bürgermeister und Gemeinderäte, die unsere Natur verkaufen und unsere Gesundheit aufs Spiel setzen, aus den Ämtern entfernt werden. Ich hätte fast geschrieben: auf dem Mond geschossen werden.

letzte Aktualisierung: 14 Sep 2015 um 11:46

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