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Panorama im Vogelsberg: Der ganz normale Wahnsinn

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Prima Kommentar in der Gießener Allgemeine

Burkhard Bräuning kommentiert die EULI Sitzungin Gießen vom 20.10.2016
veröffentlicht von hermann am 25 Oct 2016

Kommentar  in der Gießener-Allgemeine zur EULI Sitzung am 20.10.2016
Es geht um Menschen
Burkhard Bräuning zum Windpark Königsberg

Das Beispiel Königsberg zeigt es deutlich: Die Ausweisung von Vorranggebieten und auch das konkrete Genehmigungsverfahren für Windräder im Zuge der Energiewende sind nicht nur - zumindest Teilweise - der Beliebigkeit anheim gestellt. Nein, die Gegner von Windkraftanlagen müssen nur noch hilflos mit ansehen, wie sich die oberste Planungsbehörde, in Hessen ist es das Regierungspräsidium, die Dinge schönredet, wie sie hart bleibt, wenn eigentlich nachgeben angeraten wäre.


Da irrt  Burkhard Bräuning leider, die oberste Planungsbehörde hat im Zuge des TRP Energie Wind nachgegeben. Es hat den Projektierern, die in Mittelhessen ihr Unwesen treiben, nachgegeben. Die Regionalversammlung hatte naturschutzfachliche Gutachten in Auftrag gegeben, vor dem Hintergrund, mehr Vorranggebiete ausweisen zu können.

Diese Gutachten kamen jedoch zu dem Ergebnis, dass die Vogelschutzgebiete im Vogelsberg und hoher Westerwald  die Nutzung durch Windkraftanlagen ausschloss. Bei der Vorstellung der Gutachten im Rahmen einer EULI Sitzung, war es Gerhard Morber (Projektierer der hessenEnergie (OVAG) der sich noch in der Sitzung lauthals zu Wort meldete. Dabei die Gutachter vehement, verbal angriff.

Aber auch weitere potentielle Projektierer ergriffen das Wort und protestierten gegen diese Gutachten. Unter anderem auch Dr. Karl Ihmels,
laut Wikipedia: .Derzeit ist Ihmels Rechtsanwalt und geschäftsführender Gesellschafter der Ecoconsil Verwaltungs-GmbH als Holding dreier Projektgesellschaften auf dem Gebiet der Windparkentwicklung.


Die alte Keltenstätte Dünsberg bei Königsberg

Genau aus diesem Grund wurden von der obersten Planungsbehörde weitere Gutachten in Auftrag gegeben, die diese ersten Gutachten entkräften sollten. Mit vollem Erfolg, wie sich nun herausstellte. OVAG und andere Projektierer haben sich bei der oberen Planungsbehörde und Regionalversammlung durchsetzen können.

Viele Landschaften sind nun der Gier der Profiteure des EEGs preisgegeben. Die Natur interessiert sowieso nicht wirklich. Was hilft es dem Rotmilan, wenn als Ersatz irgendwo Fischtreppen gebaut werden. Was hilft es dem Schwarzstorch, wenn als Ausgleichsfläche zwischen den WKAs Teiche gebaut werden. Diese locken die Vögel eher noch an und vergrößern die Totschlagsgefahr.

Also, die obere Planungsbehörde gibt schon nach, allerdings nur den richtigen Leuten, denn letztendlich ist diese Energiewende auch für die Genehmigungsbehörden ein einträgliches Geschäft. Für genehmigte Anlagen liegen die Gebühren in einem sechsstelligen Bereich und für abgelehnte Anträge kommen auch fast 20.000 Euro zusammen.

Mein Bericht von der besagten EULI-Sitzung am 17.02.2014
 

Das Helfholz in Königsberg ist alles andere als ein idealer Standort für Windräder.

Was könnte ein idealer Standort für Windräder sein, Herr Bräuning, Selbst auf der Passatwind verwöhnten Kanareninsel El-Hierro, gänzlich ohne Industrie, funktioniert eine Stromversorgung mit Windkraft und einem Pumpspeicherkraftwerk nicht.

Zu der Seite El Hierro

In dem Biebertaler Ortsteil ist (fast) nichts so, wie es eigentlich sein sollte, um mit gutem Gewissen ein Vorranggebiet auszuweisen. Zuletzt musste die Windhöffigkeit -und das hatte die Bürgerinitiative Gegenwind immer vehement gefordert - drastisch nach unten korrigiert werden. 5,75 m/sec wird zwar gerade noch als wirtschaftlich eingestuft. Aber was heißt das eigentlich? Dass man mithilfe der von Jahr zu Jahr steigenden EEG-Umlage doch noch seinen Schnitt macht? Aber ist das denn überhaupt wirklich so? Im Vogelsberg wird man sehen, ob die Betreiber ,nachdem die 200 Meter hohen Giganten schon länger in Betrieb genommen wurden, tatsächlich schwarze Zahlen schreiben. Mit der Offenlegung der Bilanzen hinkt man dort jedenfalls weit hinterher. Warum auch immer.

An dieser Stelle hat Herr Bräuning natürlich recht,  kein Mensch käme auf dem Gedanken, ohne die EEG Förderung Windkrafträder zu betreiben.

Es ist aber nicht nur die Windhöffigkeit. Es ist in Königsberg nichts so, wie man es von einem echten Vorranggebiet erwarten könnte. Kein Wunder, dass die zuständige Sachbearbeiterin beim RP bei der Sitzung der Regionalversammlung versuchte, die Dinge "passend" zu machen. Bei der Beantwortung eines Fragenkatalogs, den der Wettenberger Ehrenbürgermeister Schmidt vorgelegt hatte, hat sie sich sichtbar gewunden. Sie hat nicht eine einzige Frage so überzeugend beantwortet, dass man als Zuschauer das Gefühl hatte: Da hat sie den Windkraftgegnern aus Biebertal aber den Wind aus den Segeln genommen.

Tja, wenn sich der Wettenberger Ehrenbürgermeister mal nicht so in den Euli-Sitzungs für die Totalzerstörung des Vogelsberg ins Zeug gelegt hätte, würde ich ihm applaudieren.

Mehr zu einer dieser Sitzungen hier>>>


 

Überhaupt das Regierungspräsidium: Der Chef der Behörde, RP Dr. Christoph Ullrich, positioniert sich in dieser Frage nicht (öffentlich). Zählen für ihn nur die von der Landesregierung im Blick auf die Energiewendevorgegebenen Ziele? Oder sieht er auch die Dramen, die sich da mancherorts in seinem Regierungspräsidium abspielen? Falls ja: Warum greift er nicht ein?
Das Vorranggebiet 4104 für Windräder in Königsberg darf nicht ausgewiesen werden. Die Regionalversammlung sollte bei der Abstimmung im  November ihre Zustimmung verweigern. Hinter vorgehaltener Hand wird aber schon gemunkelt. dass man auf jeden Fall am Standort Königsberg festhalten wird.  Weil manche Politiker mal wieder die Machtfrage klären wollen. Sie sollten bedenken: Es geht hier nicht um Macht, es geht um Menschen.

Sehr geehrter Herr Burkhard Bräuning, viele Dank für Ihren Kommentar zur dieser EULI-Sitzung, dem ich auf dieser Webseite allerdings einige Ergänzungen zufügen musste.

Der kompletten Kommentar mit freundlicher Genehmigung der Gießener Allgemeine


 

letzte Aktualisierung: 25 Oct 2016 um 21:02

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