home
 

BI Gegenwind Vogelsberg Ortsgruppe Engelrod bedankt sich für über 340.000 Seitenaufrufe

 klick auf's Bild


Panorama im Vogelsberg: Der ganz normale Wahnsinn

Beteiligungsmodelle an der Windkraft


 

Lieber Besucher dieser Seite---Diese Seite wird nicht mehr weitergepflegt--Bitte besuchen Sie uns auf unserer neuen Webseite---www.ww-vb.de---


 

EULI Sitzung am 17.02.2014 im Regierungspräsidium Gießen

veröffentlicht von hermann am 18 Feb 2014

Das Regierungspräsidium sei nicht für Maximierung von Gewinnen der Profiteure zuständig.

Euli Sitzung am 17.02.2014 im Regierungspräsidium Gießen

Vollbesetzt war der Sitzungssaal im Regierungspräsidium als Vorsitzender Herr Jung die Sitzung eröffnete.
RP Lars Wittek nahm eine Einleitung zum Anlass für eine Erklärung.
Seit dem Ende November das Gutachten in einer Kurzform im RP vorgestellt wurde, laufen ihn die Pofiteure der Windindustrie die Türen ein. Aber auch aus den Reihen der Gegenwindler gab es schon heftige Kritik.

Insbesondere nahm sich der RP den Bürgermeister von Feldatal vor. BGM Schlosser sieht seine Gemeinde, wenn er keine Windindustrie bekommt vor dem Bankrott. Der Bürgermeister solle einmal einen ordentlichen Haushalt vorlegen und seine Arbeit dem entsprechend verrichten, als nach Windindustrie gieren. Das Regierungspräsidium sei nicht zur Maximierung von Gewinnen der Profiteure zuständig. Es sei nach den gesetzlichen Regeln zu genehmigen bzw. abzulehnen.

Nach einigen Formalitäten (Absegnung des letzten Protokolls usw.) wurde die Umsetzung der BIO-Gasanlagen im Teilregionalplan vorgestellt. Das Thema war  schnell erledigt, denn der Haupt Tagesordnungspunkt betraf die Naturschutzfachlichen Gutachten , die die Regionalversammlung, zur Absicherung ihrer Handlungen und Einräumung größerer Spielräume in Sachen Vorrangflächen zur Nutzung von Windenergie, in Auftrag gegeben hat.
Dr. Krenzinger stellte die Vorgaben die den Untersuchungen zu Grunde lagen vor und kam dann zu den Ergebnissen.

Zum Westerwald:

Dort gab es 17 Vorrangflächen von denen 10 erhebliche Gefährdungen der betroffenen Vogelpopulationen (insbes. Rotmilan und Schwarzstorch) ausgingen und somit zur Zeit nicht genehmigungsfähig seien.

4 Vorrangflächen sind als nicht erheblich für Populationsveränderungen eingestuft und 3 als nicht erheblich bei gleichzeitiger Verkleinerung der Fläche.


Zum Vogelsberg:

Im Vogelsberg ist der Windwahn schon weiter fortgeschritten und die Gemeinden haben richtig Blut geleckt, bzw, ist ihnen von den Gewinnversprechen der Projektierer das Gehirn vernebelt worden. Das erkennt man schon an den Zahlen der Vorrangflächen

45 Vorrangflächen für Windindustrie waren ausgewiesen und untersucht.

Auswirkung auf die Vogelpopulation 

9 VRG-Flächen  nicht erheblich
6 VRG-Flächen  nicht erheblich, wenn verkleinert
7 VRG-Flächen  wiesen kumulative Wirkung auf und entfallen
23 VRG-Flächen  erhebliche Auswirkungen auf die Vogelpopulationen und entfallen


Verbleiben somit von 45 ursprünglichen VRG-Flächen, 15 Flächen auf denen von Windfabriken keine Beeinträchtigungen der Vogelpopulationen zu erwarten sind.

Die Quintessens daraus,

"Es muss alles vermieden werden, was einen weiteren Rückgang der Vogelpopulationen in den ausgewiesenen Vogelschutzgebieten, verursachen würde."

Das ist eine heftige Klatsche für die Mitglieder der Regionalversammlung. Diese haben vor dem Hintergrund, wie sagte der RP Wittek so schön, der optimalen Gewinnmaximierung, Naturschutzfachliche Gutachten in Auftrag gegeben, mit dem Ziel noch mehr Vorrangflächen für Windindustrie zu schaffen.

Welche Flächen nun letztendlich weiterhin als Vorrangflächen zur Nutzung von Windindustrie ausgewiesen werden, war auf einer Karte, mit allerdings sehr kleinen Maßstab, mehr oder weniger ersichtlich.

Diese Karte wird zum Ende dieser Woche auf der RP Internetseite online gestellt. Für die Verzögerung, führte Dr. Wittek die Überlastung der IT Abteilung im Regierungspräsidium an.

Nach einigen Nachfragen von Sitzungsmitgliedern, die sich aber allesamt auf den weiteren Profit und damit Zerstörung der Landschaften bezog, durften auch Gäste Fragen stellten. Dabei griff Herr Morber, (Vertreter der hessenEnergie) und gleichzeitig Rattenfänger der Vogelsberger Bürgermeister und deren Gemeindevertreter, die Gutachter verbal an und bezweifelte deren Ergebnisse. Nach dem Motto, wenn mir das Gutachten nicht passt, dann muss ein neues in Auftrag gegeben werden. Zudem kämen die Gutachter der hessenEnergie zu ganz anderen Schlussfolgerungen.

Frank Bernshausen (Gutachter) stellte daraufhin noch einmal klar, dass er sehr wohl schon für Projektierer u.a. OVAG Gutachten erstellt hat und er vollkommen unabhängig diese erstelle.

Ein mir unbekannte, wohl ehemaliges Mitglied der Regionalversammlung sah sich gemüßigt, diese Gutachten als nicht gerichtsfest zu titulieren. Er als Rechtsanwalt (anscheinend rechtlicher Vertreter von Projektieren) würde bei jedem Richter diese Gutachten an absurdum führen.

Um noch einmal auf die Überschrift (Das Regierungspräsidium sei nicht zur Maximierung von Gewinnen der Profiteure zuständig.) zu kommen. Wer die Ausschussmitglieder, ich war nun bei 2 EULI Sitzungen als Besucher dabei, erlebt hat, wie sie nach dem Ausbau von Windenergie trachten, dann passt die Überschrift, (Worte des RP Dr. Lars Wittek) besonders auf die Mitglieder des EULI Ausschusses.

Wie kann eine Frau Schmal in der Sitzung vom Dezember die Umzingelung der Dörfer einfordern. Wem soll das zu Gute kommen? Den Menschen die solch eine Person für irgend etwas gewählt haben? Für was steht sie? Für die Vernichtung von Natur? Für die Vernichtung von Lebensqualität, für pralle Konten ihrer erneuerbaren Klientel. Leider sind mir die Namen der Ausschussmitglieder nicht alle bekannt, so forderte auch in dieser Sitzung wieder jemand, keine Rücksicht auf die Gutachten zu nehmen und Ersatzräume für die mit den Tod bedrohte Vogelwelt auszuweisen. Hauptsache die Gewinnmaximierung funktioniert.

Nachtag: Zitat von der Seite http://brachinaimagepress.wordpress.com/2014/02/17/wie-viel-windkraft-vertragen-hoher-westerwald-und-vogelsberg-vogelschutzgutachten-jetzt-im-euli-ausschuss-vorgestellt/

"Im Gegenzug kommen die Gutachter für das Vogelschutzgebiet Vogelsberg zu dem Ergebnis, dass zusätzliche Flächen in einer Größenordnung von 190 Hektar als mögliche Windkraftstandorte in Frage kommen könnten."

Der Flächenbedarf für eine WIA der 2-3 MW Klasse benötigt man eine Fläche von 250 x 250 Meter = 62.500 m² oder = 6,25 ha

Das würde bedeuten der Vogelsbergwird mit weiteren ca. 30 Windindustrieanlagen gesegnet. Ach, nein, für die Gewinnmaximierung der Gemeinden ist gesorgt.

 

Die bei der Sitzung gezeigte Karte gibt es hier


Es gibt noch eine Pressemitteilung auf der Seite des RP dazu

hier

 

letzte Aktualisierung: 19 Feb 2014 um 15:05

Back

Kommentar

von Hans Teegelbekkers am 18 Feb 2014
Hermann danke für den Bericht von der EULI-Sitzung.
Will nur noch etwas ergänzen/korrigieren.
Den von dir zitierten Anwalt, der das Gutachten als nicht gerichsfest bezeichnete, habe ich mir nach der Veranstaltung zur Brust nehmen wollen, weil mein Eindruck mit deinem identisch war.
Dabei stellte sich heraus, nachdem ich ihm unterstellt hatte, dass er wohl so lange Gutachter bemühen möchte bis ihm ein Ergebnis in den Kram passe, dass er eigentlich ein Windkraftgegner ist. Er hat den Vortrag von Prof. Sinn (Ifo-Institut) gehört/gesehen und das hatte ihn auf den Pfad der Tugend zurückgeführt, nachdem er ursprünglich auch für Windkraft war. Seine Einrede hatte angeblich das Ziel, die Versammlung darauf aufmerksam zu machen, dass im BauGB für jedes Bauvorhaben ein Gutachten zu erstellen ist und damit ein Pauschalgutachten nicht gerichtsfest sei.
Vielleicht sollte auch noch erwähnt werden, dass die Damen und Herren der Regionalversammlung, die das Gutachten durch ihren Einspruch gegen den TRP initiiert hatten, mit diesem jetzt vorliegenden Gutachten eine saftige Klatsche bekommen haben.
Weil ihnen ursprünglich 45 Vorranggebiete nicht ausreichten hatten sie einen Begleitbeschluss verabschiedet der nun in der Konsequez dazu geführt hat, dass aus 45 VRG 15 wurden. Und von diesen 15 sind auch noch 80 Prozent windschwach.
Schlimmer geht's nimmer. Gut für den Vogelsberg! Gut für uns!Gut für Schwarzstorch und Rotmilan und die sonstige Vogelschar

>>>>>> zu älteren Artikeln

>>>>>> Unsere Seiten durchsuchen?