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Panorama im Vogelsberg: Der ganz normale Wahnsinn

Beteiligungsmodelle an der Windkraft


 

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AZ Rhein-Mein: Viel Wind um Räder?

veröffentlicht von hermann am 21 Aug 2016

Viel Wind um Räder?

SCHLICHTUNG Wenn vor Ort der Streit um die Energiewende eskaliert, helfen Mediatoren schreibt Christoph Cuntz in der Allgemeinen Zeitung / Rhein-Main-Presse

Ist das so Christoph Cuntz?

Ich denke das Ziel dieser Mediationen ist es ausschließlich, den Bau von unsinnigen Windindustrieanlagen vor Ort durchzudrücken.

Sie zitieren Al-Wazir in dem Artikel: "Es geht um Mediatoren, die jedes Mal dann gerufen wird, wenn es wegen eines geplanten Windrades mal wieder brennt."

Nun stellt sich ganz unvoreingenommen die Frage,

  • was für ein "Brand" sollen die Mediatoren löschen?
  • Was ist das Ziel der Mediatoren?
  • Ist das Ziel nicht einzig und allein, den Bau der Windindustrieanlagen durchzusetzen?

Am Beispiel Staufenberg ist das deutlich zu erkennen. Wenn 5 % der Gemeindefläche als Vorrangfläche ausgewiesen wird, dann ist der Ort überschwemmt mit Windindustrieanlagen. Wenn sich die Kommune als Betreiber von solchen, für die Stromversorgung völlig ungeeignete und somit überflüssigen Anlagen beteiligt, dann aus einem einzigen Grund, weil der Gesetzgeber mit dem EEG ein Gesetz geschaffen hat, mit dem die Ausplünderung der Bürger sehr vereinfacht wird.  Und zu den Bürgern die sich daran beteiligen, welche Bürger sind das? Rentner mit kleinen Renten, Geringverdiener, Alleinerziehende mit geringem Einkommen, Hatz4 Aufstocker?  Oder sind das die mit dem schicken Eigenheim mit glänzenden PV-Panelen auf dem Dach, die auch schon gemerkt haben, wie einfach es geworden ist, den Nachbarn auszuplündern, völlig gesetzkonform.



Wenn  dann noch so ein Ausspruch kommt, ich erkenne nicht wen Sie da zitieren: " Wenn man die Anlagen schon erdulden muss, soll man daraus wenigstens auch Gewinn erzielen" Genau das ist das Problem Christoph Cuntz, Merken Sie nicht wie der Gewinn generiert wird? Durch Erbringung einer Leistung? Durch bereitstellen eines zuverlässigen Produktes?
Fehlanzeige, der Stromkunde ist über das EEG dazu gezwungen, Menschen finanzielle Gewinne zu ermöglichen, die genau das alles nicht können. Noch immer, und das wird so bleiben bis bezahlbare Stromspeicher in Terrawattgröße erfunden werden, stellen eine zuverlässige Stromversorgung Kohle und Atom sicher. Wasser und Biomasse in einem sehr geringen Umfang natürlich auch.

Herr Al-Wazir betont, dass die Mediatoren auf einen Ausgleich der widerstreitenden Interessen hin arbeiten, dann stellt sich die Frage wie die zerstörte Landschaft, die zerstörte Natur, die vom Rotorblatt erschlagenen Greifvögel und Fledermäuse, aber auch der Verfall der Immobilienwerte ausgeglichen werden kann?



Über die Unsinnigkeit der Windindustrieanlagen ein paar Fakten:

In 2050 möchte, wenn es nach dem Willen, des grünen Hessischen Wirtschaftsminister geht, 28 TWh Strom aus der Windkraft produzieren und damit Hessen unabhängig von Kernkraft und fossilen Speichermedien wie Kohle und Erdgas machen.

Lassen Sie uns die 28 TWh (Terrawattstunden) einmal vor Augen führen.

28 TWH = 28.000 GWh = 28.000.000 MWh = 28.000.000.000 kWh Strom, alle Achtung

Diese 28 TWh Strom sollen, wenn es nach Al-Wazir geht durch Windkraft erzeugt werden.  Stellt sich zuerst die Frage wann?  Natürlich wenn der Wind weht, wenn er nicht weht stehen alle Anlagen in Hessen still. Das kommt in schöner Unregelmäßigkeit gestern, heute und auch in aller Zukunft vor. Und weil das so ist, wurden selbst im windreichen Küstengebieten die alten Windmühlen mit einem Elektromotor versehen, vor 100 Jahren schon, Herr Al-Wazir.

Neben der Al-Wazir'schen Mediatoren gibt es auch noch das Umsetzungskonzept der Hessischen Landesregierung. Die Werbekampagne mit der entsprechenden Broschüre dazu, bringt es fertig, auf 44 Hochglanzseiten, mit teilweise tollen Landschaftsfotos, ohne eine einzige Windindustrieanlage auszukommen.

Schon eine Tabelle aus diese Broschüre belegt die Unmachbarkeit dieser Energiewende

So steht dort zu lesen: Der Nettostromverbrauch betrug im Jahr 2010 = 37,63 TWh
Das heißt der stündliche Stromverbrauch liegt in Hessen bei 4.324.074 KWh

 
Dann listet diese Propagandabroschüre die Stromerzeugungsformen für das Jahr 2050 auf

Biomasse (Strom und Wärme) 13,4 TWh/a
Windkraft ( bei max. Ausnutzung von 2% der Landesfläche 28,0 TWh/a
Photovoltaik  6,0 TWh/a
Geothermie  0,4 TWh/a
Wasserkraft 0,5 TWh/a


 Das ergibt in der Summe  =  48,3 TWh/a

Setzt man das ohne, den in der Zukunft aller Wahrscheinlichkeit nach, steigenden Strombedarf aus 2010 entgegen = 37,63 TWh könnte man meinen, "sollte funktionieren"

Nun bricht jedoch in schöner Unregelmäßgkeit, in dieser Al-Wazir'schen Rechnung ca. 70 % (Wind und Sonne), für die Stromerzeugung weg.

Und nun will Al-Wazir mit seinen zuverlässigen Stromerzeugern (Biomasse, Gothermie und Wasser) die ca. 1.620.370 KWh pro Stunde liefern können, den stündlichen Bedarf von 4.324.074 KWh, bei Ausfall von Wind und Sonne, decken?

Solch ein Plan kann eigentlich nur von Menschen stammen die ihr eigenes Denken verlernt haben, oder die ganz bestimmte Klientel bedienen wollen.

Ja und nun kommt ein hessischer Wirtschaftsminister daher und will seinen grünen Traum verwirklichen, er will etwas umsetzen, was schon unsere Vor-Vorväter als unzuverlässig erkannt haben, er will mit Strom aus der Windkraft ein Land versorgen.

Dazu schauen wir uns die monatliche Einspeisung einer 3,05 MW Windkraftanlage in dem relativ windreichen Hohen Vogelsberg mal an.
 

Monat Ertrag  KWh / Monat
Jan 862.217,00
Feb 1.060.990,00
Mrz 624.296,00
Apr 379.247,00
Mai 529.161,00
Jun 212.929,00
Jul 291.875,00
Aug 431.614,00
Sep 283.267,00
Okt 602.217,00
Nov 487.976,00
Dez 1.048.521,00
Summe 6.814.310,00
Durchschnitt 567.859,17
Max 1.060.990,00
Min  212.929,00

Datengrundlage EEG Meldung der ovag Netz für das Jahr 2014


Jetzt stellt die Enercon E-101 den Stand der Technik heute dar und vielleicht ist das Ganze von der Windausbeute gesehen noch etwas entwicklungsfähig.

Natürlich hat man die derzeit in Hessen betriebenen WKAs an den windreichsten Orten aufgestellt, oder nicht, Herr Al-Wazir.
Dann ist es zu erwarten, dass für die restlichen Windkraftstandorte die windreichsten davon schon belegt sind. So wird der Ertrag, von sehr windreichen Jahren einmal abgesehen, nicht großartig steigen.

Nun legen wir den Ertrag von 7 Millionen KWh zu Grunde und errechnen wie viele dieser Anlagen nötig sind um 28.000.000.000 KWh zu erzeugen.

28.000.000.000 : 7.000.000 = 4.000

Das heißt wenn wir 4.000 WKAs in Hessens Landschaft stellen, dann könnten wir mit dieser Technik 28 TWh Strom erzeugen.

Dummerweise beherbergt diese Rechnung einen kleinen Fehler. Selbst ein ungebildeter Mensch weiß, es gibt windarme, ja sogar windstille Zeiten.

In dem Jahr 2014 waren das die Monate April, Juni, Juli, August, September und November, die deutlich unter dem Jahresdurchschnitt lagen.

7 Monate in 2014 lag die Stromproduktion dieser Enercon E 101 3,05 MW unter, teils sogar weit unter dem Jahresmittel

Nun ist es genauso dumm zu glauben, mit einer 28 TWh Windstromjahresproduktion könne man ein Land wie Hessen mit Strom zu versorgen. Weiß Herr Al-Wazir nicht, dass unser Leben auf Stromversorgung ohne Unterbrechung aufgebaut ist?

Unter Mythen und Wahrheiten betet die Allgemeine Zeitung Rhein-Main, die Propaganda des hessischen Wirtschaftsminister vor.

Hat sich der Autor des Artikels Christoph Cuntz einmal die Mühe gemacht und die Zahlen aus dem Ministerium überprüft?

14 Behauptungen will der Minister Al-Wazir in dem Flyer seines Ministeriums widerlegen.

Dann führt Christoph Cuntz die Behauptung Al-Wazirs an: 7000 Windindustrieanlagen würden für Hessens Energiewende benötigt und führt als Fakt auf: dass die Wende mit bis zu 2600 Anlagen erreicht werde.

Wie bitte Herr Cuntz?

Ihre Aufgabe als Journalist ist es, nicht aus dem Lügen- und Märchenbuch des hessischen Wirtschaftsminister abzuschreiben und zu verbreiten, sondern einmal eine eigene Rechnung aufzumachen.


Wenn eine moderne 3,05 MW Windindustrieanlage in einer hessischen Top-Lage 7 Millionen MWh Strom im Jahr produziert, wie viel Anlagen werden benötigt um 28 TWh Strom zu produzieren?

Eigentlich ist es Ihre Aufgabe, die Zahlen zu überprüfen, aber ich wir haben es ja oben schon ausgerechnet: 4000 Windindustrieanlagen.

Nicht und das ist ein ganz wichtiger Faktor dabei, berücksichtigt ist, dass die besten und windreichsten Standorte schon von 800 Anlagen in Hessen, belegt sind. Wenn Herr Al-Wazir und die hessische Landesregierung ihren Windwahn umsetzen will, bedeutet das für unser Bundesland, auf jede auch noch so kleine Höhe entsteht eine Windwahnzone. Und das Beste daran ist, alle diese Anlagen können keine Stromversorgung sichern. Wer ist dafür zuständig? PtG- Pilotanlagen mit 2 MW Leistung ?

Aber nehmen wir Al-Wazirs 2600 Windindustrieanlagen die ja 28 TWh Jahresstromertrag produzieren sollen. Dann müsste jede einzelne Windindustrieanlage 10,7 Millionen Kilowattstunden Strom erzeugen um diese Wert zu erreichen.

Nun dann sehr geehrter Herr Minister Tarek Al-Wazir führen Sie uns einmal die Anlagen auf, die in der Lage sind in hessischen Schwachwindgebieten 10,7 Millionen Kilowattstunden Strom im Jahr zu produzieren. Ich denke der Minister wird uns den Beweis schuldig bleiben.

Die folgende zitierte Antwort auf einer Behauptung ist noch dreister.

Zitat: Behauptet werde ferner, jede Windindustrieanlage bringe Tausende Liter gefährlicher Stoffe in den Wald.

Al-Wazir behauptet: Tatsächlich sei jeder vollgetankte Traktor gefährlicher.

Nun dann machen wir einen Faktencheck:

Auf dem Foto in der Allgemeine Zeitung zum Artikel Viel Wind um Räder befindet sich ein Foto auf denen 8 Vestas Windkraftanlagen der 3 MW Klasse zu sehen sind. Nehmen wir als Rechenbeispiel die Vestas V126 -3,3 MW. Eine Anlage die extra für angebliche "Schwachwindgebiete" entwickelt wurde.

Die Vestas V126 -3,3 MW enthält in der Gondel (Maschinenraum in ca. 150 Meter Höhe) folgende wassergefährdende Betriebsmittel    
Zitat aus ein Geohydrologischen Gutachten zum Bau von 12 WKAs

"Die WEA des Typs V126-3.45 MW weisen drei Funktionseinheiten auf, in denen wassergefährdende  Stoffe  in  einem  Volumen  von  über  100  Liter  zum  Einsatz  kommen    

  • Hierzu  zählen  die  Getriebeeinheit  mit  einem  Gesamtvolumen  an  wassergefährdenden Stoffen in Höhe von maximal 1.190 Litern,
  • die Kühleinheit mit maximal 600 Litern und
  • die Hydraulikeinheit mit maximal 250 Litern"


Halten diese Zahlen einen Vergleich zu einem Traktor stand? Wir haben noch keinen Traktor mit fast 2000 Liter wassergefährdende Stoffe als Betriebsmittel gesehen, Sie Herr Wirtschaftsminister?

Herr Minister Al-Wazir, Sie werden als Lügenminister den Menschen in Erinnerung bleiben. Ein Minister der alles erdenkliche dran setzt um die hessischen Landschaften und der Natur zu zerstören.

Auch wenn sich die Menschen z.B. in der Rhön zur Zeit noch freuen, dass das Biosphärenreservat von Windindustrieanlagen verschont bleibt. Aber selbst bei Al-Wazirs 2600 Anlagen wird die Rhön mit den unnützen und für die Stromversorgung unzuverlässigen Anlagen übersäht werden.

Und all diese Fakten und Zahlen sollen die Mediatoren beiseite wischen und die EEG Vergütungen den Projektieren, Herstellern, Landverpächtern und Betreibern sichern. Das scheint die einzige Aufgabe von Mediatoren aus dem Hause Al-Wazirs zu sein.

Quasi, Gegenwehr von vernunftigen Menschen, die zudem kein finanzielles Interesse an der Zerstörung ihrer Heimat haben, im Keime ersticken.

Link zu dem Artikel in der Allgemeinen Zeitung Rhein-Main

letzte Aktualisierung: 21 Aug 2016 um 20:47

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