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(Rennradtour im Hohen Vogelberg 03) 53 km, 930 hm
Unsere Rennradtour hat diesmal 3 Besonderheiten. 1.
eine herrliche Auffahrt zum Hoherodskopf, 2. der Besuch einer weiteren Höhe mit
gleichem Namen, Hoherodskopf 417 m, 3. Besuch von Hessens höchstgelegener Stadt:
Ulrichstein.
Wir starten wieder am Sportplatz in Engelrod und
halten uns rechts. Die Kreisstraße führt uns über eine Anhöhe nach
Eichelhain. Vorsicht, die Abfahrt hat 12% Gefälle. Im Ort folgen wir den
Schildern nach Lanzenhain. Wir befinden uns auf der Hoherodskopf-Ringstraße und fahren auf Ilbeshausen zu. Einen Kilometer
vor Ilbeshausen zweigt nach rechts die L 3305 zum Hoherodskopf ab. Die
Straße hat 2009 eine neue Fahrbahnoberfläche erhalten und ist in
einem hervorragendem Zustand. Es ist die schönste Auffahrt zum Hoherodskopf. Auf 6,5 km sind hier 250 Höhenmeter zu überwinden.
Abgelenkt von den "Qualen des Anstiegs" werden wir kaum, denn wir
befinden uns in einem riesigen Waldgebiet. Der Anstieg hat seinen
Höhepunkt mit dem Durchfahren einer "Serpentine". Wobei,
Serpentine wäre eigentlich zuviel
gesagt.
Relativ flach verlaufen die letzten Meter bis wir
die Wasserscheide Rhein/Weser erreichen. Bis zum Abzweig zum
Hoherodskopf geht es sogar ein paar Meter bergab. Wir haben zur rechten
Seite den Taufstein. Den oben auf dem Taufstein gebauten Bismarkturm
können wir von der Straße aber nicht erblicken.
Wir statten natürlich dem Hoherodskopf einen Besuch
ab und biegen dazu links von der L 3305 ab. Einige Sendeanlagen,
Wirtshäuser, Riesenrutschbahn und ein Klettergarten locken hier oben, im
Sommer, Touristen an. Im Winter kann man hier auf vielen Loipen dem
Skilanglauf huldigen. Aber auch Alpinskifahren ist hier möglich.
Wir verlassen den Gipfel des größten Schildvulkans
Europas wieder und halten uns an der Straßeneinmündung links. Noch ein
paar Kilometern bleibt die Landstraße, sie heißt nun L 3291 in etwa auf
der Höhe. Dann aber stürzt sie sich mit 12 % Gefälle hinab.
Wir überqueren die L 3139, sie verbindet Schotten
mit Lauterbach und ist etwas stärker befahren. Es geht weiter bergab
nach Feldkrücken. Das Gefälle liegt bei 3-4% und so nähern wir uns nach
den Örtchen Kölzenhain und Bobenhausen II Höckersdorf.
Mitten im Ort biegen wir rechts ab und befinden uns
sofort wieder in einem Anstieg. Es geht, man glaubt es kaum, zum Hoherodskopf hinauf. Dieser ist aber nicht 762 Meter hoch, sondern hat
nur eine Höhe von 417 Metern.
Ganz so hoch führt die kleine Straße aber nicht,
denn sie lässt den Namensvetter rechts liegen. Nach einer kurzen Abfahrt
kommen wir nach Ober-Ohmen. Im Ort folgen wir den Radwegeschildern nach
Ulrichstein. Die Anfahrt zu Hessens höchstgelegener Stadt führt dabei
natürlich ständig bergauf. Allerdings klettert die Steigungsrate auf der
gesamten Auffahrt nie über 7%. Und wenn, dann nur für ein paar Meter.
Wir durchfahren Unter- und Ober-Seibertenrod und
kommen nach 7 km auf die L 3166. Schon 200 Meter weiter verlassen
wir die Landstraße wieder und biegen links in eine kleine mit
Radroutenschildern versehene Straße ein. Damit ersparen wir uns die sehr
steile Ortsdurchfahrt von Ulrichstein und passieren die Stadt unterhalb.
Die L 3073 kreuzt unseren Weg und wir fahren
geradeaus in Richtung Naturfreibad. Unmittelbar hinter dem Naturfreibad
hat die Stadt Ulrichstein, auf ehemaligen Tennisplätzen einen Standplatz
für Wohnmobile geschaffen. Die Lage des Standplatzes ist fantastisch. Ent-, und Versorgungsmöglichkeiten gibt es natürlich auch.
Unsere Rennradtour verläuft weiter über einen
Wirtschaftsweg und am Reitstall halten wir uns links. Dies einsame
Sträßchen endet in Rebgeshain. Aber auch die letzten Kilometer verlaufen
abseits der Straßen. Wir folgen den Radwegeschildern und kommen am
Friedhof von Rebgeshain vorbei. Nach einer kleinen Senke, wir überqueren
dabei das Bächlein "Lauter", geht es noch einmal kurz bergan. Fast 600
Meter hoch sind wir noch und schon bald ist dichter Wald um uns herum.
Dann ist die höchste Stelle auf diesem Wirtschaftsweg erreicht und
es geht hinab zu unserem Startort Engelrod. Kaum tritt die Fahrbahn aus
dem Wald hinaus liegt das Örtchen herrlich, unten im Tal, vor uns. Viel
zu schnell ist es erreicht und unsere Rennradtour im Hohen Vogelsberg zu
Ende. |